Im Waldstück am ehemaligen Oberen Jansenkotten wird der alte Schornstein saniert.

Das Bild zeigt den „Kragen“ des gemauerten Schlotes in gut 20 Meter Höhe.
Das Bild zeigt den „Kragen“ des gemauerten Schlotes in gut 20 Meter Höhe.

Das Bild zeigt den „Kragen“ des gemauerten Schlotes in gut 20 Meter Höhe.

Das Bild zeigt den „Kragen“ des gemauerten Schlotes in gut 20 Meter Höhe.

Cronenberg. Das Klopfen ist weithin zu hören. Hin und wieder halten Spaziergänger und Jogger im Gelpetal inne, um nach dem passenden Specht in luftiger Höhe Ausschau zu halten. Allerdings ohne Erfolg: Das Klopfen tönt vom historischen Schornstein, der früher einmal zum Oberen Jansenkotten gehörte - und an den Axel Dänner vom Hubsteiger aus Hand anlegt: Gut drei Wochen lang wird das Denkmal mitten im Naherholungsgebiet auf Vordermann gebracht.

Erinnerungen an Zeiten, als der Wald noch eine Industriefläche war

Der Schornstein ist gut 20 Meter hoch und erinnert an jene Zeiten, als das heutige Naturschutzgebiet vor mehr als 100 Jahren noch eine kahl geschlagene Industriefläche und der Schornstein selbst mit einer Dampfmaschine verbunden war. Beides reicht bis ins Jahr 1858 zurück, als der imposante Schornstein aus Ziegelmauerwerk auf einem Bruchsteinsockel errichtet wurde.

Als Schleif-Anlage wird der Obere Jansenkotten erstmals im Jahr 1827 erwähnt - auch dort hat man Wasserkraft lange Zeit für die industrielle Produktion genutzt. Mit der Dampfmaschine setzte man schließlich auf eine Alternative zum Wasser, was gerade in trockenen Jahren wichtig war. Wurde der Kotten selbst 1908 abgerissen, steht sein Schornstein bis heute - und seit 1990 unter Denkmalschutz.

Zusammenarbeit der Stadt und des Gelpevereins

Dass das Baudenkmal im Naherholungsgebiet auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt, geht auf die Zusammenarbeit des Gelpevereins und der Stadt Wuppertal zurück: Während der Verein in den vergangenen Jahren mit großem Engagement insgesamt gut 5000 Euro an Spenden zusammengetragen hat, steuert die Forstverwaltung genau jene Hebebühne bei, von der aus Handwerker Axel Dänner die Bausubstanz Schritt für Schritt restauriert.

Zunächst werden dazu lockere und beschädigte Ziegelsteine aus dem Schornstein entfernt, um danach durch gereinigte oder andere Steine passgenau ersetzt zu werden. Abschließend wird der Schornstein noch neu verfugt. Das Klopfen des "Spechts" ist danach nicht mehr als eine Erinnerung an eine Denkmal-Rettung in luftiger Höhe.

Die Stadt Wuppertal hat das Gelände, auf dem dem der Schornstein steht, gekauft und unterstützt dessen denkmalgerechte Sanierung logistisch.

Der Gelpeverein, dem Gerhard Karalus vorsteht, hat sich um Spenden bemüht - Hans Jürgen Arlt und Eberhard Schmitt-Sasse gingen dazu auf Sponsorensuche. Auch die Firma Dänner kommt dem Verein finanziell entgegen.

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