Felix Isenberg baut in Afrika ein Projekt für Kinder auf. Da lassen sich seine Teamkollegen vom CSC nicht lange bitten.

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In Kenia freut man sich über die Unterstützung des CSC.

In Kenia freut man sich über die Unterstützung des CSC.

Die Cronenberger Kicker engagieren sich.

Mauricio Luther, Bild 1 von 2

In Kenia freut man sich über die Unterstützung des CSC.

Cronenberg. Für die Antwort brauchten die Fußballer des Cronenberger SC nicht lange zu überlegen. „,Klar. Da machen wir mit’, haben wir direkt gesagt“, erinnert sich Mauricio Luther, Spieler in der 2. Mannschaft des CSC, daran, wie Teamkollege Felix Isenberg um Unterstützung für ein Hilfsprojekt in Kenia bat.

Isenberg wollte nach dem Abi raus in die Welt und arbeitet seit Januar in Kisumu, hilft beim Aufbau einer Grundschule und ist auch beim Veterans Star Football Club in Kisumu aktiv. „Das ist aber viel mehr als ein Fußballverein“, weiß Luther, wie Isenberg ein echtes Cronenberger Gewächs und seit der E-Jugend für den CSC am Ball.

Der Fußball holt die Kinder von der Straße

Der Club in Kisumu kümmert sich vor allem um die Kinder in dem Elendsviertel der Stadt. Der Fußball, so Isenberg, sei nur ein Aufhänger, den Nachwuchs von der Straße zu bekommen. „Die hängen sonst nur rum“, sagt der 19-Jährige, „haben keine Perspektive, sind anfällig für Drogen und Kriminalität im Slum.“ Der Verein sei, so Isenberg, schon so etwas wie ein Kinderdorf.

Isenberg sei von Beginn an Feuer und Flamme für das Engagement beim Veterans Star FC gewesen und warb deshalb um Hilfe in der Heimat. „Zuerst dachten wir an Geldspenden. Das ist aber riskant, weil das Geld doch oft nicht ankommt“, sagt Isenberg. Deshalb habe man sich entschieden, Sachspenden zu sammeln. „Hütchen, Bälle, Trainingsleibchen oder Schuhe – das alles fehlt dem Verein.“ Die Kinder in Kenia spielten oft noch barfuß, erzählt Luther, der in Köln Sonderpädagogische Förderung studiert.

Die Hilfe aus Cronenberg ist langfristig angelegt

In der 2. Mannschaft stünden alle hinter dem Projekt, sagt Isenberg, auch die Jugendabteilung würde den Einsatz unterstützen. Er hofft, dass die gesamte Fußballabteilung mitzieht. Die Hilfe sei langfristig angelegt. „Dazu müssen wir aber schauen, wie es läuft“, erklärt Luther. „Viele sagen jetzt: Olé, olé, ein tolles Projekt. Wenn am Ende dann aber nichts ’rausspringt, wäre das schade.“

Sachspenden können beim Training der zweiten Mannschaft abgegeben werden: dienstags und donnerstags, jeweils 19.30 bis 21 Uhr, auf dem Sportplatz an der Hauptstraße.
 

Luther hofft, dass die Kooperation gut anlaufen wird. Für ein Foto hatten sich die Kicker in Kisumu extra mit dem Wappen des CSC präsentiert. „Das hatten Felix’ Eltern ihm per Post geschickt.

„Natürlich hätten ich und andere im Verein auch Megainteresse, den Verein einmal in Kisumu zu besuchen. Aber das muss natürlich auch finanziell passen.“

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