Aus Krankheitsgründen ist die Bezirkswache nur noch mit 1,5 Stellen besetzt.

Aus Krankheitsgründen ist die Bezirkswache nur noch mit 1,5 Stellen besetzt.
Die CDU Cronenberg sieht aktuell einen Anstieg von Delikten wie Aufbrüche von Fahrzeugen. Die Polizei dementiert das nicht generell. Symbol

Die CDU Cronenberg sieht aktuell einen Anstieg von Delikten wie Aufbrüche von Fahrzeugen. Die Polizei dementiert das nicht generell. Symbol

dpa

Die CDU Cronenberg sieht aktuell einen Anstieg von Delikten wie Aufbrüche von Fahrzeugen. Die Polizei dementiert das nicht generell. Symbol

Cronenberg. Wie sicher ist es im Stadtteil? Die CDU Cronenberg hat aktuell vermehrte Autodiebstähle, Wohnungseinbrüche und Vandalismus registriert und das Problem in der jüngsten Vorstandssitzung des CDU-Stadtbezirksverbandes diskutiert. Als entscheidenden Faktor für die Situation sehen die Christdemokraten die geringe Polizeipräsenz in Cronenberg, Daher fordert Stadtbezirksverbandsvorsitzender Klaus Ditgens: „Wir brauchen langfristig eine personelle und materielle Verstärkung der Polizei und/oder des Ordnungsdienstes vor Ort.“

Den subjektiven Anstieg der Fälle bestätigt auch die Polizei

Die Polizei bestätigt, dass das Personal in der Dienststelle an der Rathausstraße 8 derzeit etwas ausgedünnt ist. „Krankheitsbedingt fehlen dort zwei Kollegen über eine längere Zeit“, sagt Polizeisprecher Stefan Weiand. Damit seien derzeit lediglich 1,5 Stellen vor Ort besetzt. Wie lange, das sei noch unklar.

Auch den subjektiven Anstieg der Fälle von Autoaufbrüchen und Wohnungseinbrüchen weist Weiand nicht generell ab. „Anscheinend hat das etwas zugenommen“, sagt er. Betont aber auch, dass man sich mit den Fallzahlen in Cronenberg noch im normalen Rahmen befände und auch das Einsetzen der dunklen Jahreszeit wie immer Einbrüche begünstige. Mit den genauen Zahlen konnte die Polizei nicht dienen. „Cronenberg ist kein Erfassungsraum für sich, den wir auswerten können“, sagt Weiand.

Der gefühlte Anstieg der Kriminalität – auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky (CDU) spürt ihn. „Mir sind aktuelle Fälle bekannt, in denen das Auto von der Straße gestohlen wurde, das nur eine Stunde abgestellt wurde“, berichtet er. Eine Stellenzahl von 1,5 in der Cronenberger Wache halte er für deutlich zu niedrig. „Die Bestreifung im Stadtteil ist völlig unzureichend.“ Und: „Abends ist hier ja überhaupt keiner mehr.“

Das kann Polizeisprecher Stefan Weiand so nicht unterstreiben. Er weist darauf hin, dass Streifenwagen aus Elberfeld ständig auch auf den Südhöhen im Einsatz seien. „Cronenberg ist für uns kein weißer Fleck auf der Karte.“ Auch den Zusammenhang zwischen fehlender Polizeipräsenz und einem – möglichen – Anstieg der Delikte möchte er so nicht sehen. „Das ist eher eine Sache der Prävention.“

Polizei fehlte – Martinszug musste verspätet starten

CDU-Stadtbezirksverbandsvorsitzender Klaus Ditgens sieht das anders. „Wenn die Polizei mal wieder öfter zu sehen wäre, könnte das doch Leute abschrecken, die vielleicht im Vorfeld von Straftaten die Wohngebiete auskundschaften“, sagt er. In einer der kommenden Sitzungen der Bezirksvertretung will die CDU der Verwaltung eine Anfrage zum Thema Personal bei der Polizei mit auf den Weg geben.

Ditgens stellt klar: „Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, dass die Polizei nichts tut. Die Beamten sind einfach nur unterbesetzt.“ Den Eindruck unterstreicht er mit einer Anekdote vom Martinszug der Grundschule Küllenhahn. Dort sei es nun zwei Jahre hintereinander passiert, dass der Zug nicht pünktlich starten konnte, weil keine angeforderte Polizist bereitstand. Ditgens: „Da mussten die Eltern dann 30 bis zu 45 Minuten warten, bis dann doch jemand kam. Aus Elberfeld.“

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