Nach 14-jähriger Planung bekommt die Bildungseinrichtung ein neues Zuhause.

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Ran an den Spaten: Peter L. Engelmann von der STNU mit Freunden und Förderern.

Ran an den Spaten: Peter L. Engelmann von der STNU mit Freunden und Förderern.

Andreas Fischer

Ran an den Spaten: Peter L. Engelmann von der STNU mit Freunden und Förderern.

Hahnerberg. Es war ein großer Tag für die Station Natur und Umwelt. Und ein Tag, auf den die Verantwortlichen lange warten mussten. Bereits seit 1995 läuft die Planung für einen Neubau der Bildungs- und Forschungseinrichtung. Am Mittwoch konnte endlich der erste Spatenstich des Zwei-Millionen-Projektes gesetzt werden.

Endlich, denn die bisherige Heimat der Station an der Cronenberger Straße platzt schon lange aus allen Nähten: Zu viele und zu große Schulklassen interessieren sich für das Angebot der Umweltfreunde.

Abgesehen vom Platzmangel gibt es aber mindestens ein weiteres wichtiges Argument für den Neubau: die Energieeffizienz. "Das alte Gebäude widerspricht allem, was wir lehren", erklärt Peter Engelmann, Vorsitzender des Fördervereins der Station Natur und Umwelt. Einfachverglasung der Fenster und ein elektrischer Nachtspeicherofen seien nicht nur unmodern, sondern auch aus umweltpolitischer Sicht nicht mehr zu vertreten.

Auch die konkreten Baupläne für die neue, energieeffiziente Station bestehen schon seit 14 Jahren. Damals hatte die Bergische Universität einen Wettbewerb für Architekturstudenten ausgerufen. Die damaligen Studenten Anja Schacht und Matthias Kaufmann gewannen den Wettbewerb, nach ihrem Entwurf wird nun an der Jägerhofstraße gebaut.

Dass die Pläne dennoch so lange in den Schubladen der Station verstaubten, lag vor allem an fehlenden Spendengeldern. Erst als die Firma EDE im Jahr 2006 eine Million Euro spendete und die Stadt Wuppertal daraufhin ihre Beteiligung auf insgesamt 700.000 Euro erhöhte, nahm das Projekt konkrete Züge an - nun, drei Jahre später, wird gebaut.

Der Neubau bietet auf 800 Quadratmetern Nutzfläche genügend Platz für alle Unterrichts- und Werkräume, sowie eine Lehrküche und Ausstellungsflächen. Im Obergeschoss der neuen Station werden Büroräume eingerichtet. Etwa zwei Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt.

Die ersten Besucher am neuen Standort der Station waren ganz besondere: Unter den Schülern der Klasse 6b der Hauptschule Cronenberg befand sich der 100.000 Besucher der Station. Im Neubau an der Jägerhofstraße, der in etwa einem Jahr eröffnet werden soll, sollen mindestens nocheinmal so viele Schüler die Natur entdecken und erleben.

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