Stadt will angebotene Fläche vorerst nicht mehr verkaufen. Die Lebenshilfe sieht sich ausgebremst.

Marvin Bretz arbeitet in der Kfz-Werkstatt der Lebenshilfe. Die möchte ihre Einrichtung erweitern und verlagern.
Marvin Bretz arbeitet in der Kfz-Werkstatt der Lebenshilfe. Die möchte ihre Einrichtung erweitern und verlagern.

Marvin Bretz arbeitet in der Kfz-Werkstatt der Lebenshilfe. Die möchte ihre Einrichtung erweitern und verlagern.

Lebenshilfe

Marvin Bretz arbeitet in der Kfz-Werkstatt der Lebenshilfe. Die möchte ihre Einrichtung erweitern und verlagern.

Wuppertal. Frust bei der Lebenshilfe in Cronenberg: „Seit langem planen wir, unsere Kfz-Werkstatt an einem neuen Standort zu vergrößern“, berichtet Geschäftsführer Stefan Pauls. Ein Grundstück an der Theishahner Straße/Ecke Küllenhahner Straße war schon in Aussicht – die Wuppertaler Wirtschaftsförderung hatte es dem Verein für Menschen mit geistiger Behinderung angeboten.

Stadt: Nichts entschieden, Gespräche nach den Ferien Doch nun sei die Offerte von der Stadt kurzfristig zurückgenommen worden, reklamiert die Lebenshilfe. „Alles schien gesichert“, sagt Stefan Pauls. Vier Menschen mit und vier ohne Behinderung sollten an vier Hebebühnen und einem Autowaschplatz arbeiten: „Die Planungen waren abgeschlossen, unsere Finanzierung war geklärt, wir wollten gerade kaufen.“ Und da habe es plötzlich geheißen, das städtische Grundstück sei wegen der eventuell geplanten Seilbahn jetzt nicht mehr verkäuflich. Die Stadt bestätigt, das Angebot vorerst abgesagt zu haben: „Es gab eine verbindliche Kaufoption bis Ende März, von der die Lebenshilfe aber keinen Gebrauch gemacht hat“, sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann. „Danach bestand eine mündliche Reservierung.“ Die habe die Wirtschaftsförderung nun ausgesetzt, „nachdem die Wuppertaler Stadtwerke sich vorstellen könnten, auf diesem Grundstück die Antriebs- und Wartungsanlage der Seilbahn einzurichten“, so Eckermann. Doch es gebe dazu noch keine Entscheidung: „Die Optionen sind alle noch da“, betont die Stadtsprecherin.

Vorstellbar: Lebenshilfe und Seilbahn in Nachbarschaft Das Grundstück an der Theishahner Straße umfasst etwa 7500 Quadratmeter. Die Lebenshilfe habe für ihre Nutzung 3000 Quadratmeter angefragt. „Es gibt noch einen weiteren Interessenten, der 2000 Quadratmeter haben möchte“, sagt Martina Eckermann: „Nach wie vor ist vorstellbar, dass alle drei Interessenten auf dem Gelände untergebracht werden können.“ Das ließe sich aber erst sagen, wenn der Platzbedarf für die Wartungsanlage der Seilbahn ermittelt worden sei. Nach den Sommerferien ist laut Verwaltung ein Abstimmungsgespräch mit den WSW geplant. Dabei soll konkretisiert werden, wie viel Fläche des Grundstücks die Seilbahn-Anlage benötigen würde – sollte das Seilbahn-Projekt realisiert werden. Die Lebenshilfe hofft auf eine schnelle Lösung. „Die jetzige Werkstatt auf dem Rigi Kulm-Gelände platzt wegen der großen Nachfrage aus allen Nähten“, sagt Stefan Pauls. Außerdem müsse die Einrichtung im Zuge der Planung eines Einkaufszentrums auf Rigi Kulm wohl ohnehin in naher Zukunft geräumt werden. Pauls: „Wir suchen händeringend Ersatz.“ Benötigt werde entweder eine fertige Kfz-Werkstatt zur Miete oder ein passendes Grundstück zum Kauf. Das gibt es nach Auskunft der Stadt: „Wir haben der Lebenshilfe weitere Alternativen angeboten, sowohl städtische als auch private Grundstücke, die auch sehr günstig liegen.“ Es sei an der Lebenshilfe, zu entscheiden, ob sie sich eine gemeinsame Nutzung mit den WSW vorstellen könne oder ein Alternativgrundstück wähle.

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