Es gab fast durchweg Lob für die Schwebebahnstation – ab Herbst dann auch wieder mit offener Straße.

Barmen
Ortstermin am Barmer Wahrzeichen: Ursula Schmitz, Peter und Ursula Jüdell und Elizabeth de Bruijn (Mitte, v. l.) im Gespräch mit Janina Walter (WZ), WSW-Sprecher Holger Stephan und Stefan Melneczuk (WZ, v. l.) an der Station Werther Brücke. Im Herbst wird nebenan dann auch die Wupperbrücke wieder für den Verkehr freigegeben.

Ortstermin am Barmer Wahrzeichen: Ursula Schmitz, Peter und Ursula Jüdell und Elizabeth de Bruijn (Mitte, v. l.) im Gespräch mit Janina Walter (WZ), WSW-Sprecher Holger Stephan und Stefan Melneczuk (WZ, v. l.) an der Station Werther Brücke. Im Herbst wird nebenan dann auch die Wupperbrücke wieder für den Verkehr freigegeben.

Andreas Fischer

Ortstermin am Barmer Wahrzeichen: Ursula Schmitz, Peter und Ursula Jüdell und Elizabeth de Bruijn (Mitte, v. l.) im Gespräch mit Janina Walter (WZ), WSW-Sprecher Holger Stephan und Stefan Melneczuk (WZ, v. l.) an der Station Werther Brücke. Im Herbst wird nebenan dann auch die Wupperbrücke wieder für den Verkehr freigegeben.

Barmen. An diesen Tag wird sich Barmen noch lange erinnern – da sind sich nicht nur die vielen Besucher der Einweihungsfeier am Kugelbrunnen sicher: Mit der Station Werther Brücke wurde am Montag ein neues Schmuckstück der Schwebebahn in Betrieb genommen. Und auch am WZ-Mobil gibt es viel Lob für den Bahnhof, der für gut neun Millionen Euro nach historischem Vorbild neu errichtet wurde.

Vom „Aquarium“ bis zum Jugendstil: Die Mischung macht’s

„Ich wäre traurig gewesen, wenn man hier so ein Aquarium wie an der Ohligsmühle hingestellt hätte. Das finde ich unmöglich“, unterstreicht zum Beispiel Ursula Radomski (76) aus Barmen. „Etwas Modernes hätte hier in den alten Stadtkern Wuppertals auch nicht rein gepasst. Ich bin wirklich begeistert, dass man hier vom modernen Stil abgekommen ist. Wir alten Leute wollen uns ja in Wuppertal auch wie zu Hause fühlen.“

Und Elizabeth de Bruijn (86) bringt es für sich so auf den Punkt: „Ich habe die neue Station hier heute das erste Mal gesehen, und ich bin hellauf begeistert. Wunderschön. Ich mag die Kombination aus modernen Elementen – wie die Aufzüge – und dem Ursprünglichen. Da oben ist ja auch noch eine Plattform. Von da aus hat man einen schönen Ausblick. Das ist einfach super.“

Leona Titze (22) wohnt gleich nebenan, fährt viel Schwebebahn und mag gerade auch die altmodischen Stationen. „Nur die Farbe wirkt etwas blass. Ist aber Geschmackssache. Wirklich schön geworden.“ Udo Rabe (71): „Das ist ja fast so, wie es früher war. Ich finde das toll.“

Dieter Knüppel gehört zu den Passagieren, die auf die Aufzüge angewiesen sind und hoffen, dass diese nicht ausfallen und wie so oft mutwillig beschädigt werden: „Die Station finde ich schön“, sagt der 75-Jährige. „Was mich aber wirklich ärgert, sind die Aufzüge. Die sind doch neu, warum waren die denn dann schon zwei Mal außer Betrieb? Ich bin Asthmatiker, mir fällt das Treppensteigen wirklich schwer.“

Restarbeiten an der Wupperbrücke, an der B 7 und am Trafohaus

Nach der Inbetriebnahme von Aufzügen könne es noch Anfangsprobleme geben, erklärt Stadtwerkesprecher Holger Stephan. Das größte Problem ist und bleibt aber Vandalismus auch an den Stationen der Schwebebahn: An der Werther Brücke gab es bereits die erste Farbschmiererei. Ein Problem ist außerdem, die Verschmutzung durch Tauben.

„Ich mag die neue Station“, sagt unterdessen Petra Ratz (63). „Die ist so schön nostalgisch.“ Beim WZ-Mobil nutzt auch Thomas Helbig, Geschäftsführer von Bücher Köndgen, die Gelegenheit für ein Lob: „Das ist ein guter Kompromiss zwischen Alt und Neu.“

Und nach dem großen Erfolg des Bürgerfests am Kugelbrunnen – mit einem Programm der Stadtwerke und der Interessengemeinschaft Barmen-Werth (ISG) – erwäge man weitere Auflagen. „Wir hatten viele Besucher und auch bei den Geschäftsleuten eine sehr gute Resonanz.“ Von der neuen Station profitiere nicht zuletzt der obere Werth.

In den nächsten Wochen wird die B 7 an der Werther Brücke nun wieder in ihre alte Form gebracht, wozu im Herbst dann auch die Öffnung der Wupperbrücke für den Straßenverkehr gehört. Zunächst einmal muss unter anderem noch an der Signaltechnik und an der Kreuzung selbst gearbeitet werden, bis alles wieder im Lot ist. Auch das in die Jahre gekommene Trafohaus – gleich neben Station Werther Brücke – wird noch renoviert, damit am Tor zur Innenstadt wirklich alles stimmt.

 

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