Dajana Meier, Vorsitzende des Vereins Neue Ufer Wuppertal, äußert sich zu den Planungen für 2017.

Der Verein Neue Ufer setzt sich für die Gestaltung der Wupperzugänge ein.
Der Verein Neue Ufer setzt sich für die Gestaltung der Wupperzugänge ein.

Der Verein Neue Ufer setzt sich für die Gestaltung der Wupperzugänge ein.

Andreas Fischer

Der Verein Neue Ufer setzt sich für die Gestaltung der Wupperzugänge ein.

Langerfeld. Im April kam NRW-Umweltminister Johannes Remmel ins Rauental, um gemeinsam mit Stadt, Wupperverband und dem Verein Neue Ufer Wuppertal Halbzeit bei der Renaturierung der Wupper zu feiern. Die WZ sprach mit der Vereinsvorsitzenden Dajana Meier über die Aufgaben, die nun in diesem Jahr Jahr anstehen.

Frau Meier, welche Maßnahmen stehen bei Ihnen in diesem Jahr auf dem Plan?

Dajana Meier: In Absprache mit der Stadt möchten wir den Zugang zur Wupper im Rauental weiterentwickeln. Wir wollen da Bänke beziehungsweise Liegen aus Beton aufstellen. Die sind noch in der Entwicklung, und wir brauchen auch die Mithilfe des zweiten Arbeitsmarktes, in diesem Fall durch die Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GBA). Vermutlich werden die Bänke im Frühjahr gebaut und könnten dann aufgestellt werden. Dann haben wir den Vorschlag für einen Fuß- und Radweg entlang der Wupper von Rauental flußabwärts gemacht. Da auf der Strecke aber auch Privatgrundstücke liegen, wird die Planung noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Und ein weiteres wichtiges Vorhaben sind die Arbeiten an der Ausweisung eines Themenradweges entlang der Wupper, dem sogenannten Wupperradweg von Beyenburg bis Kohlfurth?

Meier: Richtig, hier möchten wir die Beschilderung am Wupperradweg voranbringen. Der Weg ist vor allem im Osten der Stadt vergleichsweise einfach zu verwirklichen. Und in Heckinghausen und Langerfeld können wir eine A- und B-Route ausweisen. Die B-Route wird am Gasometer vorbeiführen, die Betreiber haben schon Interesse gezeigt, dort eine Pedelec-Ladestation anzubieten. Zudem bietet der Gaskessel eine großartige Aussichtsplattform für die Radfahrer, die dort vorbeikommen.

Wie viele Schilder brauchen Sie in etwa?

Meier: Für den Anfang brauchen wir etwa 50 Schilder, die wir an schon bestehenden Schildermasten einhängen. Dann brauchen in einem zweiten Schritt zwischen 30 und 40 Schildermasten und Schilder, die wir dort anbringen, wo es noch keine Beschilderung gibt. Das Geld für die ersten Schilder haben wir bereits, Anfang 2017 möchten wie die Schilder anbringen.

Wie viele Wupperpaten haben Sie derzeit?

Meier: Derzeit ein gutes Dutzend - teilweise sind das aber auch Gruppen oder Unternehmen. Zuletzt haben wir unter anderem Bayer und die Sparkasse als Paten gewinnen können. Erfreulich ist auch, dass die Wupperpaten zunehmend als Ansprechpartner für die Bevölkerung gelten. So ist etwa der Wupperpate Elmar Weber, der sich um den Flutgraben am Döppersberg kümmert, schon von Anwohnern angesprochen worden, weil sie dort Blumen pflanzen oder aufräumen wollten. Da entsteht jetzt richtig wieder Nachbarschaft, das ist ganz toll. Und dann steht für das kommende Jahr auch die Sanierung des morastigen Flutgrabens an.

Apropos Döppersberg, mit Blick auf die derzeitigen Bauarbeiten wünschen sich wahrscheinlich eine enge Absprache mit den Planern, solange noch Einfluss genommen werden kann?

Meier: Wir möchten natürlich gerne, dass der Wupperradweg auch über den Döppersberg geführt wird. Dazu könnte man in dem geplanten Wupperpark-Ost einen gemeinsam Geh- und Radweg schaffen - neudeutsch heißt das „shared space“. Die entsprechende Regelung müsste von der Verkehrsbehörde ausgewiesen werden.

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