Der Kreisverkehr Schmiedestraße wird bis Sommer zum Turbokreisel umgebaut. Autos werden in zwei Spuren vorsortiert.

Der Kreisverkehr Schmiedestraße wird bis Sommer zum Turbokreisel umgebaut. Autos werden in zwei Spuren vorsortiert.
Der Kreisverkehr an der Schmiedestraße wird bis Sommer zum ersten Turbokreisel in Wuppertal ausgebaut. Archiv

Der Kreisverkehr an der Schmiedestraße wird bis Sommer zum ersten Turbokreisel in Wuppertal ausgebaut. Archiv

Andreas Fischer

Der Kreisverkehr an der Schmiedestraße wird bis Sommer zum ersten Turbokreisel in Wuppertal ausgebaut. Archiv

Barmen. Im August wird Ikea sein neues Möbelhaus mit einer Verkaufsfläche von 25 000 Quadratmetern eröffnen. Die Bauarbeiten gehen bei mildem Winterwetter zügig voran. Bis zur Eröffnung müssen noch gravierende Änderungen im Straßennetz im Bereich der Schmiedestraße vorgenommen werden. Ab Ende Februar sollen zusätzliche Ampeln und Abbiegespuren gebaut werden. Außerdem wird der Kreisverkehr auf der Schmiedestraße zu einem sogenannten Turbokreisverkehr ausgebaut. Bis Sommer werden die Autofahrer daher im Bereich der Schmiedestraße mit Baustellen und Verkehrsbehinderungen rechnen müssen.

Der Turbokreisverkehr wird der erste seiner Art auf Wuppertaler Stadtgebiet sein. Er soll den abfließenden Kundenverkehr vor allem zur A 46 in Richtung Düsseldorf beschleunigen. Im Auftrag der Stadt Wuppertal hat die Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH ein Verkehrsgutachten erstellt, das dem Turbokreisel eine wichtige Funktion zuweist. Der Unterschied zu den bisher von Wuppertaler Straße bekannten Kreisverkehren besteht darin, dass die Fahrzeuge bei der Anfahrt auf den Kreisel auf zwei Spuren vorsortiert werden. Ein Großteil des Verkehrs fließt dann auf den Außenbahnen am Kreisel vorbei.

Prof. Werner Brilon, einer der drei Gesellschafter der Ingenieurgesellschaft, gilt bundesweit als einer der Spezialisten für Turbokreisverkehre. Im Detail wollte er sich allerdings gegenüber der WZ mit Verweis auf die Klagen von Anwohnern gegen Baugenehmigung und Bebauungsplan und die damit verbundenen schwebenden Verfahren nicht zu dem geplanten Turbokreisel äußern.

In anderen Städten haben sich die zweispurigen Kreisverkehre als Maßnahme zur Verkehrslenkung bewährt. Sie gelten als relativ unfallfrei. Ein Turbokreisel kann weit mehr Fahrzeuge aufnehmen als ein einspuriger Kreisel, der den zusätzlichen Kundenströmen von und zum Ikea-Möbelmarkt vor allem in Spitzenzeiten nicht gewachsen wäre.

Ein einspuriger Kreisverkehr ist weit weniger leistungsfähig. Daher wurde zum Beispiel der Steinbecker Kreisel für die Zeit der Sperrung der B 7 zurückgebaut. Er wäre vermutlich ansonsten auf der Umfahrung der Baustelle zum Hindernis geworden.

Ingenieure haben bereits Robert-Daum-Platz optimiert

Die von der Stadt beauftragte Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser hatte unter anderem auch Untersuchungen zur Verbesserung der Verkehrssituation am Robert-Daum-Platz vorgenommen. Mit Erfolg. Der Verkehrsknoten, der die Wuppertaler Autofahrer ein Jahr in Rage gebracht hatte, konnte gelockert werden.

Entsprechend zuversichtlich ist die Stadt, dass der von einer Bürgerinitiative angekündigte Verkehrskollaps im Autobahnkreuz Wuppertal Nord mit Rückstau bis auf die A 46 nach der Eröffnung von Ikea nicht eintreten wird.

In einer Computersimulation, in die die erwarteten Kundenzahlen zu verschiedenen Tageszeiten und an verschiedenen Wochentagen eingeflossen sind, fließt der Verkehr jedenfalls reibungslos. Im Turbokreisel mischen sich die mit blauen Autos gekennzeichneten Ikea-Kunden munter unter die anderen Autofahrer, die in der Simulation um das Möbelhaus einen Bogen machen.

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