Kurz vor Mitternacht bewaffneter Überfall an der Höhne: Räuber-Duo entkommt zu Fuß.

Barmen. Die Spielhallen in Barmen sind derzeit das Sorgenkind der Wuppertaler Polizei. Kaum ist eine Serie von Überfällen aufgeklärt, da fängt schon die nächste an: In der Nacht zum Montag kurz vor Mitternacht stürmten zwei maskierte Männer die Fortuna-Spielhalle an der Höhne 95. Einer der Täter bedrohte drei Gäste, der zweite forderte von der Kassiererin (62) Bargeld.

Das Duo erbeutete mehrere hundert Euro, entkam zu Fuß. Der Fall von der Höhne hat Parallellen zu einem Überfall an der Schwarzbach. Wie berichtet hatten dort zwei Männer am späten Donnerstagabend versucht, den Spieletreff auszunehmen. Auch in diesem Fall drohte einer der Räuber mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld. Weil sich ein Kunde (49) von dem Auftritt nicht einschüchtern ließ und nur "Verzieht euch", gesagt haben soll gab einer der Täter einen Schuss ab - aus einer Schreckschusspistole. Die Räuber flüchteten zu Fuß und ohne Beute.

Die Täter an der Schwarzbach und an der Höhne werden übereinstimmend als höchsten 20 Jahre alt beschrieben. An der Schwarzbach soll einer der Täter ein Schwarzafrikaner gewesen sein. Bezüglich des Überfalls an der Höhne gibt es keine genaueren Beschreibungen, außer dass sich beide Männer mit Halstüchern maskiert hatten - wie auch an der Schwarzbach vier Tage vorher. Polizei-Sprecher Alexander Kresta: "Wir ermitteln in alle Richtungen."

Zu beiden Fällen sucht die Kripo weitere Zeugen. Hinweise an die Rufnummer 2840.

Ende November hat die Kripo mit der Festnahme mehrerer junger Männer eine Serie von Raubüberfällen in Barmen aufgeklärt. Insgesamt gibt es sieben verdächtige im Alter von 16 bis 20 Jahre. Wie berichtet, sollen Mitglider der Jugendbande Überfälle auf die Spielhalle am Werth 99 (Passage), an der Föhrenstraße (21. Oktober) und an der Bartholomäusstraße (Kiosk, 4. November) gestanden haben. Mehrere der Nachwuchsräuber sollen bereits wegen Diebstahls, Raubes und Körperverletzung vorbestraft sein. Zwei 16-Jährige, ein 19- und ein 20-Jähriger befinden sich in U-Haft. Die Ermittlungen dauern an.

Ungeklärt sind noch immer die Spielhallen-Überfälle an der Schuchardstraße (12. November) und an der Schützenstraße (13. November) Besonderes Merkmal des jeweils bewaffnet auftretenden Räuber-Duos: Die beiden werden von Augenzeugen als kaum größer als 1,60 Meter und als sehr jung beschrieben. Hinweise nimmt die Kripo unter der Rufnummer 2840 entgegen.

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