Zwölf-Meter-Anlage sorgte vorab für Diskussionen.

Lichtenplatz
Die Gräben für Elektroleitungen sind bereits fertig. In zwei Wochen soll der Mast des Deutschen Wetterdienstes stehen.

Die Gräben für Elektroleitungen sind bereits fertig. In zwei Wochen soll der Mast des Deutschen Wetterdienstes stehen.

Uwe Schinkel

Die Gräben für Elektroleitungen sind bereits fertig. In zwei Wochen soll der Mast des Deutschen Wetterdienstes stehen.

Südhöhen. Der Scharpenacken ist Landschaftsschutzgebiet. Kein Wunder also, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Diskussionen über die Nutzung des Geländes gab. Zuletzt gab es Zwist um die Modellflieger – die schließlich ein Flugverbot auf dem Scharpenacken aufgebrummt bekamen (siehe oben). Und jetzt sorgt eine Baustelle im Bereich Konradshöhe für Aufregung bei Anwohnern.

Eine Sendemast könnte es sein, wurde vermutet. Bis zu 25 Meter hoch, kursierten Gerüchte. Eine WZ-Anfrage beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) brachte nun Klarheit. Für den Deutschen Wetterdienst wird dort ein – nur zwölf Meter hoher – Wettermast errichtet.

„In zwei Wochen sollen die Arbeiten beendet sein“, sagt Christa Bohl, Sprecherin des BLB in Düsseldorf. Gräben für Elektroleitungen seien bereits gelegt worden. „Jetzt müssen wir warten, bis der Mast geliefert wird“, so Bohl. Der hat ein Durchmesser von 35 Zentimetern und soll dann mit einer Hecke umpflanzt werden, damit er nicht mehr so in der Landschaft auffällt. „Außerdem sollen Tiere nicht leicht an den Mast kommen“, erklärt Bohl.

Der Antrag für den Bau stammt bereits aus dem Jahr 2005, die Untere Landschaftsbehörde und die Bezirksregierung hätten das Projekt schließlich genehmigt, so Bohl, weshalb die Arbeiten kürzlich starteten.

Einige Anwohner und Nutzer sehen das Projekt kritisch

Kritisch sehen jedoch einige Anwohner und Nutzer des Geländes die Entwicklung. „Der Erholungswert hat ohnehin schon gelitten“, kritisiert Mathias Mayer von den Drachenfliegern. Prinzipiell sei nichts gegen einen Wettermast zu sagen. Mayer moniert allerdings, dass im Vorfeld überhaupt nicht über den Bau informiert worden sei. Auch der Standort sei ungünstig. „In der Nähe gibt es schon ein Betonfundament eines alten Mastes, wieso hat man das nicht genutzt?“, fragt Mayer.

Wie BLB-Sprecherin Liane Gerardi allerdings betont, sei der Standort nicht frei wählbar gewesen. „Für die Messungen muss der Mast in einer bestimmten Schneise liegen, die befindet sich aber rund 70 Meter vom alten Fundament entfernt.“

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