Lieferant (24) wurde an der Ottostraße ausgeraubt.

St�rer Polizei

Archiv

Barmen/Vohwinkel. Jirka Lindner runzelt die Stirn: „Ich mache mir Sorgen um meine Mitarbeiter.“ Als Regionalbetreuer von Hallo Pizza in Wuppertal ist er für sieben Filialen und 300  Pizza-Fahrer verantwortlich. Und die werden seit vergangenem Dezember regelmäßig und nach ähnlichem Muster Opfer von Raub-Überfällen. Der jüngste Fall ereignete sich am Dienstag.

Gegen 23  Uhr hatte ein 24 Jahre alter Lieferant seine Ware bei einem Kunden an der Ottostraße im Bezirk Heidt ausgeliefert und war auf dem Weg zum Auto, als er von zwei ihm unbekannten Männern vor dem Hauseingang geschlagen und mit einem Messer bedroht wurde.

Mit dem Wechselgeld und dem Handy des Pizza-Boten flüchteten die Räuber in Richtung Heinrich-Janssen-Straße. Laut Kripo sind die beiden etwa 20  Jahre alt und wahrscheinlich türkischstämmig. Und die Ermittler sehen Parallelen zu zwei Überfällen in Vohwinkel. Wie berichtet, war dort ein 21  Jahre alter Hallo-Pizza-Fahrer zweimal innerhalb von 14 Tagen Opfer eines Raub-Überfalls geworden.

Am Mittwoch, 15.  Dezember, war der junge Vohwinkeler gegen 22.50  Uhr mit einer Bestellung – zwei Jumbo-Pizzen – wie vereinbart zum Schimmelweg in Vohwinkel gefahren und dort angekommen zum nahe gelegenen Schulhof gelockt und ausgeraubt worden. 14 Tage später der zweite Überfall: Wieder schlugen die Täter als Duo und nachts – um 23.20  Uhr – zu. Tatort war der Heinrich-Bammel-Weg.

Pizza-Boten-Chef Jirka Lindner hat auf die Überfall-Serie reagiert: Er hat seine 300 Fahrer nochmals angewiesen, stündlich die Einnahmen in den jeweiligen Hallo-Pizza-Filialen abzuliefern. Lindner zur WZ: „Die Fahrer haben eigentlich nur das Wechselgeld dabei.“ Soll heißen: Ein Überfall lohnt sich eigentlich nicht.

Zusammenhänge zu Taxi-Überfällen

Noch tappt die Kripo im Dunkeln. Nach WZ-Informationen sehen die Ermittler allerdings zwischen den drei Überfällen auf Pizza-Boten und auf zwei Taxi-Fahrer im Dezember Zusammenhänge.

Zeugenhinweise nimmt die Kripo unter der Rufnummer  2840 entgegen. Die Ermittlungen dauern an.