Das Petrus-Krankenhaus hat wieder eine Kapelle. Einweihung ist an diesem Samstag.

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Egbert Verbeek und Frau Eva: Der Bonner Künstler hat einen hellen Raum mit leuchtend bunten Fenstern geschaffen.

Egbert Verbeek und Frau Eva: Der Bonner Künstler hat einen hellen Raum mit leuchtend bunten Fenstern geschaffen.

Andreas Fischer

Egbert Verbeek und Frau Eva: Der Bonner Künstler hat einen hellen Raum mit leuchtend bunten Fenstern geschaffen.

Barmen. Das Petrus-Krankenhaus an der Carnaper Straße hat eine neue Kapelle: Im vierten Stock des gerade neu errichteten Bettenhauses gestaltete der Bonner Künstler Egbert Verbeek einen hellen Raum mit leuchtend bunten Fenstern. Am Samstag, 9.30 Uhr, ist die Einweihung.

Seit drei Jahren mussten Messen und Gottesdienste der Krankenhausseelsorge in einem Hörsaal in der Reha-Klinik stattfinden, nachdem die alte Kapelle dem Neubau gewichen war.

"Das war sehr beengt", sagt Michael Haupt, Pfarrer der Trägergemeinde St. Antonius. Schließlich sei eine Krankenhauskapelle vor allem ein Ort der Kräftigung in Krankheit und Not.

"Es ist wichtig, dass ein christliches Krankenhaus eine Kapelle hat", sagt Werner Zimmermann, Pfarrgemeinderatsvorstand von St. Antonius. Deswegen spiele auch der Standort eine wichtige Rolle: Nicht in einer dunklen Ecke, sondern auf dem Dach des Gebäudes liege die Gottesdienststätte.

Dass der neue Raum einladend wirken soll, symbolisiert schon die Tür: Der obere Teil ist durchsichtig und ermöglicht so einen Einblick in das Gotteshaus. Der abgebildete Schlüssel erinnert an Petrus. Auch im Inneren der Kapelle hat Verbeek mit Symbolen gearbeitet. Im Mittelpunkt steht ein Rosenfenster über dem Altar.

"Mir war es wichtig, dass die Rose in allen Weltreligionen eine wichtige Rolle spielt und deswegen auch Muslime anspricht", sagt Vermeer. Auf der anderen Seite stünden die Rosendornen für das Leiden.

Die praktische Seite des sakralen Raumes, der übrigens ökumenisch genutzt werden soll, kommt ebenfalls nicht zu kurz. Alle Gottesdienste können mit einer Kamera in die Krankenzimmer übertragen werden, und neben den Holzbänken ist genug Platz für Rollstühle oder auch Krankenbetten.

Die sakrale Ausstattung stammt fast komplett aus der alten Kapelle, die 1963 erbaut wurde. So wurden das Lesepult, das Altarkreuz und der geschnitzte Kreuzweg übernommen. Sogar einen kleinen Turm gibt es. Zwar war die Kapelle von Anfang an in dem Neubau vorgesehen, für die Einrichtung, einschließlich der Fenster, gab es jedoch kein Geld.

Inzwischen sind 30 000 Euro zusammengekommen. Dabei halfen Privatspender und Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Antonius, vor allem aber die Ordensschwestern des Krankenhauses, die etwa auf Basaren Marmelade und Lebkuchenhäuser verkauften.

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