Auf dem Gelände des Skulpturenparks entsteht derzeit eine dritte Ausstellungshalle.

Michael Mader freut sich bereits auf die Fertigstellung des dritten Pavillons. Er erhofft sich dadurch einen neuen Anreiz für künftige Besucher.
Michael Mader freut sich bereits auf die Fertigstellung des dritten Pavillons. Er erhofft sich dadurch einen neuen Anreiz für künftige Besucher.

Michael Mader freut sich bereits auf die Fertigstellung des dritten Pavillons. Er erhofft sich dadurch einen neuen Anreiz für künftige Besucher.

Stefan Fries

Michael Mader freut sich bereits auf die Fertigstellung des dritten Pavillons. Er erhofft sich dadurch einen neuen Anreiz für künftige Besucher.

Unterbarmen. Das Fundament liegt schon, die 16 Stahlsäulen des künftigen Pavillons stehen bereit, nun fehlen noch die Glasfassade und das Dach, um den Rohbau abzuschließen. Der dritte Pavillon im Skulpturenpark Waldfrieden ist in seinen Konturen deutlich zu erkennen. „Das hier wird aus dramaturgischer Sicht der Höhepunkt“, sagt Michael Mader, Geschäftsführer des Skulpturenparks, während er sich der Baustelle nähert. Der Begriff „Höhepunkt“ bezieht sich aber auch auf die Topografie, liegt der neue Pavillon doch an der höchsten Stelle des Parks. Von hier hat man einen schönen Blick über das Tal nach Katernberg.

Im Frühjahr hatten die Bauarbeiten für die ovalförmige Ausstellungshalle begonnen, die auch als oberer Pavillon bezeichnet wird. Auf einer Fläche von 318 Quadratmetern sollen künftig Kunstwerke präsentiert werden, die im Außenbereich nicht zu sehen sein werden. Die Ausstattung des Pavillons übernimmt Parkgründer Tony Cragg, dort können außer seinen eigenen Werken auch Arbeiten anderer Künstler stehen. Zudem gibt es im neuen Gebäude Toiletten.

Man wolle die Halle zur Präsentation der Exponate der Dauerausstellung nutzen, erklärt Mader. Sonderausstellungen oder auch Einzelveranstaltungen wie etwa Konzerte sind dort nicht geplant. Dazu liege der Pavillon etwas zu weit vom Eingang entfernt. Gerade für ältere Besucher könnte der Aufstieg dorthin zu beschwerlich werden. Auch der logistische Aufwand für eine Bespielung mit einer Sonderschau scheint etwas zu umfangreich.

Unterschied zwischen Innen und Außen soll kaum merkbar sein

Der jetzt gebaute Ausstellungsbereich ist gleichwohl die größte der drei Hallen. Im Jahr 2008 war der erste Pavillon eröffnet worden, 2013 folgte der zweite Pavillon, der sich im unteren Bereich des Geländes befindet. Die Hallen sollen die Kunstwerke vor den Wettereinflüssen schützen, sind allerdings auch so hoch angelegt, dass die Besucher den Unterschied zwischen Innen und Außen möglichst wenig bemerken sollen. „Sie sollen das Gefühl haben, dass Sie weiter im Freien stehen“, erklärt Mader.

Nach der großen Henry-Moore-Ausstellung von diesem Jahr wäre die Eröffnung der dritten Ausstellungshalle der nächste Höhepunkt. Ein konkretes Datum für den Abschluss des Innenausbaus und die Eröffnung gibt es noch nicht – anvisiert ist das Frühjahr des nächsten Jahres.

Die Einweihung des neuen Pavillons ist für die Cragg Foundation ein wichtiges Datum, stellt sie doch den Abschluss zur Erweiterung des Parks dar. In „mehreren Phasen“ sei der Ausbau über die Bühne gegangen, sagt Mader. Zunächst wurde das Café im Eingangsbereich ausgebaut, dann folgten der Anschluss des fünf Hektar großen Erweiterungsgeländes sowie die Eröffnung des zweiten Pavillons an der Buschstraße. Nun steht mit dem Bau des dritten Pavillons, der oberhalb einer Kleingartensiedlung liegt, die Schlussetappe für den Ausbau an.

Durch die Erweiterung habe der „Park an Format gewonnen“, betont der Geschäftsführer. Die Besucher hätten noch mehr Raum, um über das Gelände zu streifen und die Kunstwerke für sich zu entdecken. Erfreulich sei auch die Resonanz auf die Henry-Moore-Ausstellung sowie die große Retrospektive zu Tony Cragg im Von der Heydt-Museum. Viele Besucher seien dadurch in den Skulpturenpark gekommen. Für dieses Jahr hofft das Parkmanagement auf rund 50 000 Besucher. Damit wäre der bisherige Besucherrekord eingestellt.

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