Nahverkehrsplan für den Oberbergischen Kreis sieht den Wegfall der Buslinie 659 vor. Dies würde vor allem viele Schüler treffen.

Die Stadt Remscheid und die Stadtwerke Remscheid planen, die Buslinie 659 einzustellen.
Die Stadt Remscheid und die Stadtwerke Remscheid planen, die Buslinie 659 einzustellen.

Die Stadt Remscheid und die Stadtwerke Remscheid planen, die Buslinie 659 einzustellen.

Roland Keusch

Die Stadt Remscheid und die Stadtwerke Remscheid planen, die Buslinie 659 einzustellen.

Beyenburg. Aus dem Nahverkehrsplan für den Oberbergischen Kreis geht hervor, dass Remscheid und die Remscheider Stadtwerke planen, die Buslinie 659 Ende September des kommenden Jahres einzustellen. Hauptsächlich in Remscheid verkehrend, bedient die Linie zu bestimmten Zeiten auch Radevormwald und Wuppertal im Bereich Frielinghausen und Hardtbacher Höhe. Grund für die Einstellung soll sein, dass zu wenig Fahrgäste den Bus nutzen. Radevormwald hat bereits Kontakt mit Remscheid aufgenommen, um darüber zu verhandeln, die Linie weiter fahrenzulassen oder Alternativen bereitzustellen. Auch die Wuppertaler Verwaltung hat sich an Remscheid gewendet, um Näheres über den aktuellen Sachstand zu erfahren.

Die Bezirksvertretung hatte die Linie 659 zur Oktobersitzung auf ihre Tagesordnung gesetzt. Auch von einer Einstellung betroffene Bürger waren dazu erschienen und meldeten sich zu Wort. Eine von ihnen war Anja Gombert-Schneider. „Wenn die Linie eingestellt wird, haben wir ein Problem“, sagt sie. „Klar, es sind wenige, die damit fahren. Aber es ist sinnvoll, den Bus zu haben. Es gibt Senioren, die kein Auto fahren. Und vor allem die Kinder sind darauf angewiesen, zur Schule zu kommen.“ Die meisten der Schüler auf der Hardtbacher Höhe besuchten in Lennep die Schule. Und Sandra Stratmann sagt: „Die Fahrten morgens sind ja heute schon zu wenig.“ Und zurück sei die Linie auch nicht optimal, fahre sie doch fünf Minuten vor Schulschluss los.

Bezirksbürgermeister Hasenclever sieht noch Klärungsbedarf

Bezirksbürgermeister Eberhard Hasenclever dazu: „Es gibt Klärungsbedarf und die Gespräche laufen. In solchen Fällen haben wir oft Erfolg gehabt, aber diesmal wissen wir das nicht.“ Doch er versuchte, Hoffnung zu machen: „Wenn negativ beschieden wird – bisher konnten die WSW noch immer Alternativen aufzeigen.“

Welche Alternativen das denn sein könnten, fragte Sandra Stratmann. Aber dazu konnten die Bezirksvertreter zu diesem Zeitpunkt des Verfahrens nicht viel sagen. Vielleicht könnte ja ein Sammeltaxi helfen. Fiele die Linie weg, meinte Sandra Stratmann, dann müssten die Schulkinder auf andere Linien ausweichen, und das bedeute erstmal zu laufen, um diese zu erreichen. „Und da gibt es keinen Bürgersteig und keine Beleuchtung.“ Das sei gefährlich und nur eine Frage der Zeit, bis da was passiere.

Die Bezirksvertretung hatte die Wuppertaler Verwaltung um einen Sachstandsbericht zur ÖPNV-Anbindung Frielinghausens gebeten und das Ergebnis mit ihrer Sitzung öffentlich gemacht. Mehr könne die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Erst müsse der weitere Verlauf der Gespräche der Wuppertaler Verwaltung mit Remscheid und der Gespräche zwischen Radevormwald und Remscheid abgewartet werden. Sobald sich daraus eine neue Entwicklung ergebe, soll die Verwaltung die Bezirksvertreter informieren.

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