Die Hälfte des Belüftungsprojekts ist geschafft. Die Stadt spricht von einem guten Ergebnis.

Die Hälfte des Belüftungsprojekts ist geschafft. Die Stadt spricht von einem guten Ergebnis.
Unter der Oberfläche des Murmelbachteiches blubbert es gewaltig.

Unter der Oberfläche des Murmelbachteiches blubbert es gewaltig.

Unter der Oberfläche des Murmelbachteiches blubbert es gewaltig.

Andreas Fischer/Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Unter der Oberfläche des Murmelbachteiches blubbert es gewaltig.

Heckinghausen. Über ein halbes Jahr läuft jetzt das Pilotprojekt zur Belüftung des Murmelbachteiches an der Gosenburg. In langen Reihen sieht man die Blubberblasen aus den tief verlegten Leitungen steigen. Gelingt das Vorhaben, unterstützt es die natürliche Zersetzung der Schlammschicht und erspart der Stadt das Ausbaggern. Bringt es etwas, kann man schon etwas sehen? Sehen kann man: Das Wasser ist klar. Was die Stadt messen konnte - fünf Zentimeter tiefer ist der Teich schon geworden. „Das entspricht etwa 125 Kubikmetern Schlamm“, sagt Frank Zlotorzenski, bei der Stadt zuständig für Planung und Bau von Freianlagen. „Ein richtig gutes Ergebnis.“

Zlotorzenski: „Das Projekt hat jetzt Bergfest, die halbe Zeit ist rum.“ Eigentlich müsste man schon weitere Analyseergebnisse haben. Denn nach der Messung zum Projektstart hatte man für die Zeit nach den Sommerferien eine Firma mit Vergleichsmessungen beauftragt. Die Proben sind genommen, die Auswertung verzögert sich allerdings. Aber nach allem, was man jetzt schon über das Projekt sagen kann, nimmt es einen guten Verlauf, so Zlotorzenski. Läuft alles nach Plan, dann wird es noch bis März/April im Murmelbachteich blubbern. Dann wird es eine dritte Analyse geben, die abschließende.

„Was dann passiert, kann man sich wie bei einem gut angelegten Komposthaufen vorstellen.“

Frank Zlotorzenski, Städtisches Amt für Planung und Bau

Und fällt die zufriedenstellend aus, werden weitere, vergleichbare Teiche im Stadtgebiet nach dieser Methode behandelt. „Die Geräte gehören der Stadt“, sagt Zlotorzenski, „die können wir weiter verwenden.“ Damit führt man den Gewässern gekühlten Sauerstoff zu. „Was dann passiert, kann man sich wie bei einem gut angelegten Komposthaufen vorstellen.“ Mikroorganismen können ihre Arbeit tun, das Volumen verkleinert sich. Feste Bestandteile wie Äste bleiben davon freilich unberührt. Ein weiterer Vorteil sei: Die Lebensgemeinschaften im Gewässer bleiben erhalten, die Lebensbedingungen werden verbessert. Das ist deutlich schonender, als wenn die Natur nach einem Ausbaggern so gut wie von vorne anfangen kann. Keinesfalls hilfreich für die Natur hingegen sei es, wenn Besucher Futter für die Enten und die Fische mitbringen würden. Zuviel davon sinke ab und vermehre die Schlammschicht. Auf Schildern am Murmelbachteich bittet die Stadt deshalb darum, von solchem Tun Abstand zu nehmen.

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