Der Laienspielkreis zeigt sein neues, sehr gelungenes Stück.

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Der Unterbarmer Laienspielkreis (Ulk) nahm in seiner 24. Produktion die allgegenwärtigen TV-Quizshows auf die Schippe.

Der Unterbarmer Laienspielkreis (Ulk) nahm in seiner 24. Produktion die allgegenwärtigen TV-Quizshows auf die Schippe.

Gerhard Bartsch

Der Unterbarmer Laienspielkreis (Ulk) nahm in seiner 24. Produktion die allgegenwärtigen TV-Quizshows auf die Schippe.

Unterbarmen. Und hier kommt die Frage: Was trifft auf die Premiere der Komödie "Es ist alles nur ein Spiel" beim Unterbarmer Laienspielkreis (Ulk) zu? a) Es geht um eine Quiz-Show. b) Die Spieler waren gut aufgelegt. c) Das Bühnenbild war eine Klasse für sich. d) Das Publikum wurde bestens unterhalten. Richtige Antwort: alles.

Lena Behr und Holger Heinzelmann führten in dem Stück von Peter van den Bijlaardt Regie, die Gesamtleitung hatte Christine Burmeister. Zunächst ist das Publikum einfach nur Zuschauer und bekommt einen Einblick in die Vorbereitungen der Show. Es sieht, dass Schein und Sein in der Welt von Quizmaster Hans Knibbeling (Jörg Klinkhammer) zwei verschiedene Dinge sind.

Die Handlung: Moni (Petra Adolphs) muss gemeinsam mit Faktotum Hermann (Werner Lindenbeck) als Ersatzkandidaten-Paar in der Show gegen die Ehepaare Bauermann (Elke Klinkhammer/Norbert Behr) und Nadler (Annegret Vogelsang/Hans Dieter Tillemans) antreten. Die Zuschauer sind als Quizpublikum, das die Applaus-Zeitpunkte von Produktionsleiterin Hilda (Christa Becker) vorgegeben bekommt, Teil der Handlung. Sie erleben die erstklassige Darstellung einer drittklassigen Show, in der die Damen zu Hyänen werden, weil sie unbedingt gewinnen wollen, und in der das Show-Finale in Dschungelcamp-ähnliche Abgründe abdriftet.

Welche Regeln akzeptiert man als TV-Zuschauer, welche nicht? Das ist die kluge Frage hinter dem Stück. Und wer darüber nachdenkt, hat schon gewonnen.

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