Barmen Um den mehr als 100 Jahre alten Hauptsammler für Schmutzwasser sanieren zu können, installieren die WSW eine Ersatzleitung aus Stahl, die über den Steinweg bis zum Unterdörnen führt.

Am Alten Markt bereiten die WSW eine groß angelegte Schmutzwasser-Umleitung vor, um parallel dazu den Kanal in der Nachbarschaft sanieren zu können.
Am Alten Markt bereiten die WSW eine groß angelegte Schmutzwasser-Umleitung vor, um parallel dazu den Kanal in der Nachbarschaft sanieren zu können.

Am Alten Markt bereiten die WSW eine groß angelegte Schmutzwasser-Umleitung vor, um parallel dazu den Kanal in der Nachbarschaft sanieren zu können.

Am Alten Markt bereiten die WSW eine groß angelegte Schmutzwasser-Umleitung vor, um parallel dazu den Kanal in der Nachbarschaft sanieren zu können.

Barmen steht eine spektakuläre Kanalbaustelle ins Haus: Zwischen dem Alten Markt und dem Unterdörnen bereiten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) die Montage einer großen, provisorischen Pipeline für Schmutzwasser vor. Auf 150 Meter Länge wird die Leitung über eine Rohrbrücke auch über den Steinweg führen.

Dieser oberirdische Bypass ermöglicht die Sanierung des mehr als 100 Jahre alten Sammlers für Schmutzwasser unter Tage. Insgesamt 450000 Euro werden in den kommenden Wochen in den gut 650 Meter langen Abschnitt investiert. Davon entfallen gut 100000 Euro auf den provisorischen Kanal, in den das Abwasser am Alten Markt gepumpt und von dort aus umgeleitet wird, bevor es in Höhe der Bernhard-Letterhaus-Straße wieder ins bestehende Kanalnetz geführt wird.

Zwei Wochen Pipeline-Montage, zwei Monate Bauzeit

In gut zwei Wochen soll die Umleitungs-Pipeline für die Baustelle unter Tage stehen, berichtet Klaus-Dieter Jordan, zuständiger Projektleiter bei den WSW. Etwa zwei Monate Bauzeit sind veranschlagt. Danach wird das Provisorium in der Barmer Innenstadt wieder abgebaut. Bei der Montage des Bypasses wird der Verkehr am Steinweg vorübergehend einspurig geführt. Im Zuge von Nachtarbeiten wird es dort dann auch eine kurze Vollsperrung geben, für die es allerdings noch keinen Termin gibt. Vorab wurden die Arbeiten auch mit der Feuerwehr abgesprochen - was Durchfahrtshöhen und Rettungswege betrifft.

Am historischen Schmutzwasserkanal auf der Talachse - er gehörte seinerzeit zu den ersten seiner Art in Deutschland und leitet das Abwasser ins Klärwerk - wird bereits seit einigen Jahren gearbeitet. Beseitigt werden unter anderem Risse im Mauerwerk und korrodierter Mörtel.

Dabei seien die gemauerten Kanäle - bei allem Arbeitsaufwand - "noch in einem erstaunlich guten Zustand", fügt Astrid Preuß von den WSW hinzu. Nach der Sanierung eines gut 2300 Meter langen Abschnitts zwischen dem Robert-Daum-Platz und Westende im Rahmen eines Testlaufs werden jetzt nach und nach alle anderen Teilstücke des gemauerten Kanals auf Vordermann gebracht - und dabei auch auf ihre Statik hin überprüft.

Mit der Sanierung des historischen Schmutzwasserkanals sind nach Angaben der WSW auch langfristige Einsparungen verbunden: Durch dessen Abdichtung gelangt weniger nicht klärpflichtiges Grundwasser in den Sammler - was das Klärwerk Rutenbeck entlastet und Betriebskosten senkt. Auch seien bei diesem Verfahren keine offenen Baugruben mit Straßensperrungen notwendig, betont Udo Lauersdorf von den WSW.

Der letzte große Abschnitt dieser Kanal-Sanierung ist der am Döppersberg und wird mit Blick auf die dort geplante Großbaustelle bis zum Jahr 2015 abschließend saniert.

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