In Düsseldorf wird die Form für das Wuppertaler Original gegossen.

Barmen
Klaus Prietz, Richard Grüneberg, Wolfgang Winkelsen, Rolf Kayser (Gießer) und Klaus Burandt (Künstler) in der Kunstgießerei Kayser in Düsseldorf.

Klaus Prietz, Richard Grüneberg, Wolfgang Winkelsen, Rolf Kayser (Gießer) und Klaus Burandt (Künstler) in der Kunstgießerei Kayser in Düsseldorf.

Melanie Zanin

Klaus Prietz, Richard Grüneberg, Wolfgang Winkelsen, Rolf Kayser (Gießer) und Klaus Burandt (Künstler) in der Kunstgießerei Kayser in Düsseldorf.

Barmen. 1,85 Meter wird es sein, das bronzene Ebenbild von Peter Held, besser bekannt als „Husch-Husch“. Am 10. Mai soll das Denkmal am Werth 75 bis 77 offiziell eingeweiht werden. Der Förderverein machte sich jetzt schon einmal auf nach Düsseldorf, um in der Kunstgießerei Kayser den Fortgang der Arbeiten zu beobachten.

Klaus Prietz, Richard Grüneberg, der bei den Wuppertaler Originalen den „Husch-Husch“ verkörpert, Wolfgang Winkelsen und Klaus Burandt, der die Vorlage für das Denkmal schuf, schauten in der Werkstatt Kunstgießer Rolf Kayser über die Schulter.

„Die Form für Husch-Husch wird gerade vorbereitet“, berichtet Prietz. Das Fundament in der Fußgängerzone in Barmen soll bis 29. April fertig sein, die Figur dann am 8. Mai aufgestellt werden. Zwei Tage später findet die Einweihungsfeier statt. „Derzeit arbeiten wir am Programm.“ Mit im Boot sitzt auch die ISG Barmen-Werth, die passend dazu ein Straßenfest organisiert.

„Husch-Husch“ wäre nach Zuckerfritz (am Neumarkt) und Mina Knallenfalls (auf der Poststraße) das dritte Wuppertaler Original, an das ein Denkmal erinnert. Etwa 30 000 Euro hatte der Förderverein um Klaus Prietz dafür gesammelt. Die Stadt wird – wie bei den beiden anderen Skulpturen in Elberfeld – die Kosten für die Wartung übernehmen.

Um Peter Held alias „Husch-Husch“ ranken sich viele Gerüchte. Geboren wurde Held am 2. August 1886 in Barmen. Der Hausierer trat vor allem Kindern gegenüber nicht immer freundlich auf und hatte bei vielen Menschen den Ruf eines Miesepeters. In Erinnerung blieb den Wuppertalern aber auch Helds respektloses Auftreten gegenüber der NS-Obrigkeit, die ihn zeitweise sogar ins Gefängnis brachte.

Seine genauen Todesumstände lagen lange im Dunkeln. Es gab Vermutungen, dass er die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg nicht überlebt habe. Nach 1945 war Held allerdings Insasse der Klinik Galkhausen (Vorläufer der LVR-Klinik Langenfeld). Dort ist er am 28. November 1953 um 14 Uhr verstorben, wie es in der Sterbeurkunde steht, die der WZ vorliegt.

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