Noch gibt es keine Anträge für die Flächen im Norden.

Barmen. Seit Monaten sorgt die Förderung von Schiefergas durch den Einsatz von Chemikalien – kurz Fracking – bundesweit für Diskussionen, da die ökologischen Konsequenzen nicht absehbar sind. Wie die Stadt auf Anfrage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) dem Umweltausschuss berichtet, wäre auch in großen Teilen Wuppertals Fracking grundsätzlich möglich. Derzeit liegen der Stadt nach eigenen Angaben aber keine Anträge vor. „Aus diesem Grund ist keine abschließende rechtliche und fachliche Einschätzung möglich“, heißt es im Bericht.

Achse von Vohwinkel über Elberfeld, und Barmen bis nach Beyenburg

Zuständig für die bergbauliche Erlaubnis sei in diesen Fall die Bezirksregierung Arnsberg. „In wieweit eine wasserrechtliche Erlaubnis für die jeweilige bergbauliche Aktivität erforderlich ist, unterliegt der Einzelfallentscheidung“, heißt es weiter. „Bohrungen sind der Unteren Wasserbehörde, soweit sie sich unmittelbar oder mittelbar auf die Bewegung, die Höhe oder die Beschaffenheit des Grundwassers auswirken können, einen Monat vor Beginn der Arbeiten anzuzeigen.“

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sei bislang nur für die Gewinnung von Erdgas durchzuführen, „wenn mehr als 500 000 Kubikmeter Gas täglich gefördert werden.“ In NRW seien bis zum 23. Januar 23 Bergbauberechtigungen erteilt worden. Die potenziellen Flächen im Stadtgebiet zählten zum Feld „Ruhr“, das insgesamt fast 2500 Quadratkilometer umfasst. „Für den nördlichen Teil von Wuppertal, im Wesentlichen betrifft es Vohwinkel, Elberfeld-West, Uellendahl-Katernberg, Elberfeld, Barmen, Heckinghausen und Langerfeld-Beyenburg, besteht eine Bergbauberechtigung zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken.“

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