In der Immanuelskirche musizierten Künstler für den Förderverein Schulmittagessen.

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Auch das Quartett „Delectamus“ spielte für den Förderverein Schulmittagessen.

Auch das Quartett „Delectamus“ spielte für den Förderverein Schulmittagessen.

Mathias Kehren

Auch das Quartett „Delectamus“ spielte für den Förderverein Schulmittagessen.

Barmen. Während die meisten Menschen Silvester planen, stimmt das Benefizkonzert "Wuppertaler für Wuppertaler" in der Immanuelskirche noch einmal ganz auf Weihnachten ein. Wobei es wie in den beiden vergangenen Jahren eine Mischung aus Konzert und Lesung ist.

Der Sänger Manfred Klee hat wieder bekannte und unbekanntere Wuppertaler Künstler zusammengeholt, um zugunsten des Fördervereins Schulmittagessen aufzutreten und damit bedürftigen Kindern ein warmes Mittagessen in der Schule zu ermöglichen.

Neben viel Musik liest Hans Richter
Nachdenkliches und Heiteres

Elena Fink, die beliebte Sopranistin der Wuppertaler Bühnen, singt in gewohnt hoher Qualität und mit viel Ausdruck Weihnachtliches. Besonders hübsch ist "Weihnachten ist eine schöne Zeit" von Georg Kreisler, dessen ironischen Text sie sehr schelmisch darbietet.

Am Klavier begleitet sie Dorothee Haddenbruch, die auch einige Stücke von Schubert und Schumann solistisch spielt. Das Streichquartett "Delectamus" präsentiert sich gut aufeinander eingespielt, mit innigem Wohlklang. Es hat für das "Besinnliche Weihnacht" titulierte Konzert vor allem Langsames wie Purcells "Weihnachtsmusik" oder Bachs "Air" ausgesucht.

Natürlich tritt auch wieder Klees Männerensemble "Vocus Focus" auf, diesmal verstärkt zu einem Oktett. Wobei die acht Männer nicht ganz so ausgewogen klingen wie das Kernensemble. Sehr konzentriert und feinfühlig singen sie Gregorianisches, alte Kirchenlieder und Witziges wie "Ding Dong".

Der Förderverein Schulmittagessen will Kinder in Ganztagsschulen unterstützen, deren Eltern wegen zu geringen Einkommens den Eigenanteil zum Mittagessen von derzeit einem Euro pro Mahlzeit nicht aufbringen können.

Die Stadt darf das Schulmittagessen aufgrund ihrer Haushaltsprobleme nicht mehr über die 50 Cent hinaus, die der städtische Anteil ohnehin beträgt, bezuschussen.

Hans Richter taucht plötzlich hinter den Köpfen der Zuhörer auf und liest nachdenklich und humorvoll. Der Schauspieler der Wuppertaler Bühnen rezitiert sehr eindrucksvoll die kleinen, hinterfragenden Gedichte des Wuppertalers Arnim Juhre, doch auch Erinnerungen aus den letzten Kriegstagen und eine politisch nicht ganz korrekte Erzählung vom Mohren der Heiligen drei Könige.

Nach zwei pausenlosen Stunden gibt es reichlich Beifall für die zahlreichen Interpreten. Für viele Zuhörer ist das Konzert, das auch nächstes Jahr wiederholt werden soll, schon zur Tradition geworden. "Die Mischung von Musik und Text war besonders schön", findet etwa Karin Walter, die die Eintrittskarte zu Weihnachten bekommen hat.

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