Bündnis 90/Die Grünen über die Mobilität

Achim Bartoschek, Anja Liebert, Hermann E. Ott (MdB), Jutta Velte (MdL), Arndt Klocke (MdL) und Rolf Beu (MdL) diskutierten im Barmer Rathaus.
Achim Bartoschek, Anja Liebert, Hermann E. Ott (MdB), Jutta Velte (MdL), Arndt Klocke (MdL) und Rolf Beu (MdL) diskutierten im Barmer Rathaus.

Achim Bartoschek, Anja Liebert, Hermann E. Ott (MdB), Jutta Velte (MdL), Arndt Klocke (MdL) und Rolf Beu (MdL) diskutierten im Barmer Rathaus.

Bartsch

Achim Bartoschek, Anja Liebert, Hermann E. Ott (MdB), Jutta Velte (MdL), Arndt Klocke (MdL) und Rolf Beu (MdL) diskutierten im Barmer Rathaus.

Barmen. Die Organisation des Verkehrs bestimme auch die Lebensqualität einer Stadt: „Und deswegen diskutieren wir heute die sogenannte Verkehrswende“, sagt Bettina Brücher vom Bündnis 90/Die Grünen der Ratsfraktion Wuppertal. Unter dem Motto „Mobilität der Zukunft – Jetzt die Weichen stellen“ hatten Parteimitglieder am Samstag zur Diskussionsveranstaltung in das Barmer Rathaus geladen. Dort stand neben einem zukunftsfähigen Mobilitätskonzept der Radverkehr im Bergischen Land auf der Agenda. In Kooperation mit Mitgliedern von Bergisch Energisch und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) waren rund 50 Teilnehmer der Einladung gefolgt.

„Meine Vision ist die Fahrradstadt Wuppertal. Mit kompletten Taldurchquerungen und Aufstiegshilfen, wie man sie zum Beispiel aus San Francisco kennt“, wagt Hermann E. Ott von den Grünen den Blick in die Kristallkugel. Dort, an der Westküste der Vereinigten Staaten, seien Höhenunterschiede für Fahrradfahrer schon längst kein Hindernis mehr. Und auch im Bergischen Land gehe der Trend immer mehr in Richtung Pedelecs (gemeint sind Fahrräder mit Elektroantrieb). Mit denen werde heute über den bereits ausgebauten Teil der Nordbahntrasse geradelt, was sich künftig noch verstärken soll: „Wir rechnen mit zwei bis drei Millionen Nutzern pro Jahr“, diagnostizierte Klaus Lang vom ADFC für die Zeit nach dem Ausbau.

Dafür soll künftig geworben werden: „Wenn es um den Radverkehr geht, sind die finanziellen Mittel ausgeschöpft. Dabei sind wir nicht mal in der Lage das existierende Verkehrssystem zu erhalten. Radverkehr bedeutet null Abnutzung“, betonte Lorenz Hoffmann-Gaubig vom ADFC.

Mehr Radwege und weniger Parkplätze wollte auch Bettina Brücher: „Wir müssen die Trassen an die Innenstädte anbinden und so das Netzwerk für Radwege verbessern.“ Schon jetzt verlaufen 176 Kilometer der sogenannten Panorama-Radwege auf ehemaligen Bahntrassen. Künftig, so der Wunsch, sollen Routen in den Zentren selbst entstehen. Daneben ging es um Marketingstrategien zur Steigerung des Fahrgastaufkommens im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Bettina Brücher: „Ohne eine Verkehrswende können auch die Klimaschutzziele nicht erreicht werden.“

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