Aymen Ounejma hat mit seinen Videoclips bereits viele Fans gewonnen. Darin denkt er sich Choreografien zu bekannten Liedern aus.

Aymen Ounejma gilt als der erfolgreichste Muser in Wuppertal. Weltweit zählt er zu den Top 50.
Aymen Ounejma gilt als der erfolgreichste Muser in Wuppertal. Weltweit zählt er zu den Top 50.

Aymen Ounejma gilt als der erfolgreichste Muser in Wuppertal. Weltweit zählt er zu den Top 50.

Gerhard Bartsch

Aymen Ounejma gilt als der erfolgreichste Muser in Wuppertal. Weltweit zählt er zu den Top 50.

Einern. Aymen Ounejma gilt als der erfolgreichste Muser – so nennen sich die Nutzer der Internetplattform musical.ly – in Wuppertal und Umgebung. Er hat bislang 15 500 Fans für seine Mini-Videoclips in der virtuellen Welt des Internets. Bald will er die Jugend auch live begeistern. Am 28. Januar tritt er beim Schüler-Rockfestival in der Uni-Halle auf.

„Ich stelle pro Tag bis zu drei Musicallys ein“, erzählt Aymen und dreht dabei sein Smartphone in den Händen. Ein Musically – das ist ein 15 Sekunden langer Videoclip, für den sich Jugendliche zu ihren Lieblingsliedern Bewegungen ausdenken. Dann filmen sie sich mit der Musik im Hintergrund und bewegen dazu die Lippen, als wären sie die Sänger. Diese Mini-Videos laden sie dann bei musical.ly hoch, einer App für das Smartphone.

Inzwischen haben Aymens Clips fast 84 000 Herzen – was die Begeisterung der Zuschauer ausdrückt. „Damit ist er der erfolgreichste Muser im Umkreis“, berichtet Kalle Waldinger, Mitgründer des Schüler-Rockfestivals, bei Aymens erstem Interview in der Villa Rock auf Einern.

Sein erstes Video, da erinnert sich Aymen noch ganz genau, war zu Justin Biebers „Sorry“. Seitdem sind Clips zu allen möglichen Musikstilen entstanden, wie jüngst zu Ed Sheerans Hit „Shape of you“: „Ich gucke, was gerade so an Songs gehypt wird“, sagt der Schüler. „Dann denke ich mir Choreografien aus und suche passende Klamotten.“ Damit hebt sich der 15-Jährige von den anderen Nutzern ab. „Die machen meistens nur Bewegungen mit den Händen“, sagt Aymen und zeigt, was er meint: linke Hand vor, die rechte macht Wellen – Ende. Dann präsentiert er eine Choreografie, die er sich spontan ausgedacht hat: Er dreht sich um die eigene Achse, bewegt Arme, Beine und Kopf und singt den Text synchron mit. Nach 15 Sekunden ist abrupt Schluss.

Beim Schüler-Rockfestival stellt Aymen die App vor

Beim Schüler-Rockfestival wird der Neuntklässler in einem Workshop die App musical.ly und ihre Nutzung vorstellen. Immerhin ist er seit einiger Zeit offizieller Repräsentant dieser App. Außerdem dreht er um 17.59 Uhr auf der Bühne einen neuen Clip. Unterstützung erhält er von Moderatorin Lisa Viktoria und dem Publikum.

 Kinder bis zwölf Jahre zahlen in Begleitung Erwachsener keinen Eintritt. Karten für 12 Euro gibt es unter anderem im Netz.
www.wuppertal-live.de

Einlass in die Uni-Halle, Albert-Einstein-Straße 20, ist um 15.30 Uhr, Beginn des Festivals um 16 Uhr. Die Rap-Show startet um 17 Uhr auf Bühne 2.

WSW-Busse fahren ab 14.40 Uhr von der Haltestelle 3 an der Ohligsmühle direkt zur Uni-Halle und bringen die Fans abends wieder zurück ins Tal.
www.rockprojekt-wuppertal.com

Der Auftritt von Aymen ist nur ein Höhepunkt im neuen Konzept des Festivals. „Dass Bands nacheinander wie am Schnürchen auf einer Bühne spielen, war am Montag. Heute wollen die Jugendlichen Abwechslung“, weiß Kalle Waldinger. Das Festival sei inzwischen mehr Jugendmesse und Multi-Media-Spektakel: „An der Rap-Bühne können die Besucher per Handy ihren Favoriten wählen. Ein Social-Media-Team zeigt auf Snapchat und Instagram während des Festivals Schnappschüsse. Das Hauptprogramm wird mit neun Kameras gefilmt. Und auf dem riesigen Monitor werden bewegte Bilder aus der Halle und von der Bühne eingeblendet.“ Damit nicht genug: In der großen Halle würden beide Tribünen ausgefahren, damit eine Arena entstehe. „Und die Besucher können mal eben ins Foyer gehen und dort die Rapper bejubeln, am Musical.ly-Workshop teilnehmen, Siebdruck-Tattoos machen, die jungen Mode-Designerinnen von Johnny Anaconda treffen und deren Kollektion anschauen und CDs der Bands signieren lassen“, verrät Waldinger. Bunter könne ein Festival-Programm kaum sein.

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