Verein Neue Ufer wünscht sich Rampen im Fußgängertunnel – für den Wupperradweg.

Verein Neue Ufer wünscht sich Rampen im Fußgängertunnel – für den Wupperradweg.
So stellen sich der Verein Neue Ufer eine Rampenlösung für Radfahrer vor. Entwürfe (2): GKM architektur studio

So stellen sich der Verein Neue Ufer eine Rampenlösung für Radfahrer vor. Entwürfe (2): GKM architektur studio

So stellen sich der Verein Neue Ufer eine Rampenlösung für Radfahrer vor. Entwürfe (2): GKM architektur studio

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So stellen sich der Verein Neue Ufer eine Rampenlösung für Radfahrer vor. Entwürfe (2): GKM architektur studio

Barmen. Mit dem Fahrrad über die Kreuzung am Alten Markt zu kommen, ist kein Spaziergang. Unten drunter durch wäre es einfacher, ist der Verein Neue Ufer überzeugt – und hat deshalb die Idee aufgebracht, die dortige Unterführung für Fußgänger mit Rampen für Zweiräder auszustatten. Sogar einen ersten Entwurf des Architekturbüros GKM, das unter anderem auch den Gaskessel plant, gibt es, wie es mal aussehen könnte. Überhaupt würden von der Umgestaltung auch die Fußgänger profitieren, „denn schlimmer als jetzt geht’s nimmer“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Die neue Wegeführung soll Bestandteil des geplanten Wupperradweges werden, erklärt Dajana Meier, Vorsitzende des Vereins.

Die Fahrradlobby hingegen ist skeptisch, was den Vorschlag angeht. Christoph Grothe sieht eine schnelle und praktikable Ost-West-Verbindung auf der Talachse als dringlicher an. Radwege sollten nicht „durch Unterführungen oder Hinterhöfe führen“, so Grothe. Der Platz unter dem Alten Markt sei beengt, um Radfahrer und Fußgänger dort unterzubringen.

Kritik von Radfahrverbänden und aus der Verwaltung

Die Vermischung von Fuß- und Radverkehr habe man in den 1980ern mal versucht, sagt Frank ter Veld (Grüne). „In 2017 ist das schon längst nicht mehr Stand der Technik.“ Die neuen Pedelecs seien schwer und schnell, in der Unterführung wären Konflikte und (schwere) Unfälle vorprogrammiert, befürchtet das Mitglied des Verkehrsausschusses. Die Planung sei auch nicht in Einklang zu bringen mit den gültigen Regelwerken.

Ablehnend steht auch die Verwaltung dem Vorschlag gegenüber. Der Wupperradweg an sich sei als Idee „brillant“, lobt Verkehrsdezernent Frank Meyer, nicht aber der Weg „unter Tage“: „Wir wollen die Radfahrer eher ans Tageslicht holen“, sagt er und weist bei der Unterführung auch auf einige bautechnische Probleme hin. So seien die Zuwegung und das Nebeneinander von Fußgängern und Radlern unfallträchtig. Zudem müssten Rampen erst einmal finanziert werden. Meyer würde die Unterführung, die viele auch als Angstraum ansehen, irgendwann lieber ganz geschlossen sehen. Dazu müsste aber auch die gesamte Kreuzung, so Meyer, „überplant werden“, auch für die Fahrradfahrer. Bis dahin werde es aber, unter anderem aus finanziellen Gründen, noch dauern, räumt er ein.

Dajana Meier kontert die Kritik. „Ich bin für eine pragmatische Lösung“, sagt die engagierte Wuppertalerin. Anders ausgedrückt: Sie will nicht ewig warten, bis sich am Alten Markt überirdisch endlich etwas tut. Die Rampen in der Unterführung könnten ja auch eine Zwischenlösung sein. Wichtig sei, dass man überhaupt mit der Verwaltung darüber ins Gespräch komme, so Meier. Sie warte noch „auf den großen Wurf“ aus dem Rathaus.

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