Am 18. November entscheidet eine Jury, wie der ehemalige Güterbahnhof zur Wohnsiedlung wird.

Fünf Architekturbüros entwickeln derzeit Ideen für eine Bebauung des Heubruch-Areals. Archiv
Fünf Architekturbüros entwickeln derzeit Ideen für eine Bebauung des Heubruch-Areals. Archiv

Fünf Architekturbüros entwickeln derzeit Ideen für eine Bebauung des Heubruch-Areals. Archiv

Stefan Fries

Fünf Architekturbüros entwickeln derzeit Ideen für eine Bebauung des Heubruch-Areals. Archiv

Zentrum. Das brachliegende Areal am Heubruch soll für Wohnbebauung erschlossen werden. Dazu haben sich am Freitag Vertreter der Stadt und der Bahn-Tochter Aurelis, der das Gelände gehört, mit fünf Architekturbüros aus Wuppertal, Düsseldorf, Aachen und Köln getroffen. Sie sollen Ideen für die künftige Nutzung des ehemaligen Güterbahnhofs Heubruch entwickeln.

Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe zur Nordbahntrasse. Es erstreckt sich von Südwesten nach Nordosten zwischen der August-Mittelsten-Scheidt-Straße und der ehemaligen Eisenbahnbrücke über die Westkotter Straße. „Von dem Areal waren alle ganz begeistert. Alle Architektenteams freuen sich auf die Entwurfsaufgabe“, erklärt Rüdiger Bleck, Abteilungsleiter Stadtentwicklung bei der Stadt. Man habe deshalb fünf Architekturbüros eingeladen, da der Heubruch eine ganz besondere Fläche sei und einen Wettbewerb verdient habe. „Man ist überrascht, was für eine Bandbreite an Ideen man bekommt, wenn man einen Wettbewerb durchführt.“ Mitte November müssen die Architekten ihre Vorschläge eingereicht haben.

Die Kosten für das Entwicklungsverfahren trägt die Aurelis. „Die Stadt ist durch Personal aus der Stadtentwicklung und aus dem Ressort Bauen beteiligt, aber nicht finanziell“, betont Bleck.

Am Verfahren beteiligt ist, wenn auch eher indirekt, die städtische Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG). Sie hat an der Münzstraße einen Recyclinghof, der auf dem Baugrundstück der Aurelis liegt. „Wir haben mit der Firma Aurelis einen Mietvertrag bis 2028. Wir werden aber nicht auf den Vertrag bestehen“, sagt AWG-Chef Martin Bickenbach.

Der Recyclinghof braucht einen neuen Standort

Das aber unter zwei Bedingungen: Zum einen brauche der Recyclinghof einen neuen Standort. Vorschläge seitens der Stadt und Aurelis gebe es schon, aber noch nichts Konkretes. Zum anderen müsste sein Unternehmen finanziell schadlos bleiben, sagt Bickenbach: „Wir müssen uns wirtschaftlich darüber verständigen, was wir schon in den Standort investiert haben.“

Indes hat die Aurelis schon Vorstellungen davon, was am Heubruch entstehen soll: „In dem städtebaulichen Qualifizierungsverfahren sollen Ideen für einen Mix aus Geschosswohnungsbau und Stadthäusern auf der Fläche von rund 55 000 Quadratmetern entwickelt werden“, sagt Aurelis-Projektleiter Marcus Behnke.

Aurelis und die Stadt sehen im Heubruch ein neues Wohnquartier mit hochwertiger Wohnbebauung und dazu passenden Freiflächen mit einem Spielplatz und einer Kindertagesstätte. Weitere Ideen sollen die Teams vor allem auch zur Integration der Nordbahntrasse entwickeln. In den Büros beginnt nun die mehrwöchige, kreative Auseinandersetzung mit der Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs. Am 18. November tagt die Jury und wählt einen Vorschlag für die weiteren Planungen aus.

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