Stadt versucht, Sorge des Fördervereins zu entkräften.

Stadt versucht, Sorge des Fördervereins zu entkräften.
Christian Schaffrinna ist Projektleiter für die Adlerbrücke. Archiv

Christian Schaffrinna ist Projektleiter für die Adlerbrücke. Archiv

Anna Schwartz

Christian Schaffrinna ist Projektleiter für die Adlerbrücke. Archiv

Unterbarmen. Er drückt die Daumen. Doch Manfred Bröcker, Vorsitzender des Fördervereins Adlerbrücke, bleibt skeptisch, dass bei der Sanierung des Denkmals alles glattgeht. Mitte des Monats soll die Brücke wieder freigegeben werden – nur für Fußgänger und Radler (die WZ berichtete). Derzeit werden die Bohlen verlegt, 106 für den Fahrbahn-, 212 für den Gehwegbereich. Am verwendeten Holz hatte Bröcker massiv Kritik geübt, auch die Stadt hatte eingeräumt, dass sie mit der Qualität nicht 100-prozentig einverstanden ist.

Der Testlauf sei aber erfolgreich gewesen, so Projektleiter Christian Schaffrinna. Im Herbst gibt es noch einmal einen Termin mit der Firma vor Ort. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass wir viele Bohlen austauschen müssen“, sagt Schaffrinna. Die Kosten übernehme die Firma. Die Stadt habe laut Vertrag fünf Jahre Garantie, diese habe das Unternehmen noch einmal um zwei Jahre aufgestockt.

Bröcker hat aber noch andere Kritikpunkte. Unter anderem moniert er die Abstände zwischen den Bohlen, die nicht nur für Frauen mit Absätzen ein Problem seien. Laut Schaffrinna sei aber alles im Rahmen. Diese Abstände, die auch nur zwei Zentimeter ausmachten, gebe es an anderen Holzbrücken auch. „Und diese zwei Zentimeter brauchen wir auch, damit das Holz vernünftig abtrocknen kann.“ Wenn sich nach Regen zum Beispiel Nässe zwischen den Bohlen sammele, „fault das Holz“.

Unbegründet sei, so Schaffrinna, Bröckers Sorge, das nicht genug Platz für die Adler bleibt. Bekanntlich sammelt der Förderverein Geld, damit zwei Säulen mit den Skulpturen, die dem Bauwerk seinen Namen gaben, aufgestellt werden können. Eine der Säulen muss neben einem Leitungskasten der Telekom errichtet werden. Bröcker hat nachgemessen: „Da ist kein Platz, wenn der Kasten nicht versetzt wird.“ Das möchte die Stadt aus Kostengründen nicht. Die Fläche reiche auch so, sagt Schaffrinna. Bis auf die Höhe des Kastens müsse die Säule nur etwas schmaler werden. Eine Lösung, von der Bröcker allerdings wenig angetan ist.

» Weitere Informationen zum Förderverein Adlerbrücke gibt es unter Telefon 5287150, per E-Mail an manfredbroecker1@web.de oder im Internet auf der Seite:

www.adlerbruecke-wuppertal.de

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