Das Denkmal wird bis Ende 2016 saniert – ganz konventionell über der Wupper.

Das Denkmal wird bis Ende 2016 saniert – ganz konventionell über der Wupper.
Die Adlerbrücke ist seit August 2010 gesperrt, nun gehen die Arbeiten voran.

Die Adlerbrücke ist seit August 2010 gesperrt, nun gehen die Arbeiten voran.

Anna Schwartz

Die Adlerbrücke ist seit August 2010 gesperrt, nun gehen die Arbeiten voran.

Unterbarmen. Ende 2016 soll endlich die Sperrung der Adlerbrücke aufgehoben werden. Seit Anfang Dezember laufen die Sanierungsarbeiten an dem Denkmal. „Trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse kann sich der Baufortschritt sehen lassen“, freut sich Oberbürgermeister Andreas Mucke. Nicht vergessen werden darf allerdings, dass nach dem ursprünglichen Zeitplan die Brücke längst wieder freigegeben sein müsste. Doch der Plan, das Bauwerk aus den Angeln zu heben und dann an Land zu sanieren, hatte sich nicht realisieren lassen, weil kein geeigneter Standort für die Krane zu finden war.

Insgesamt werden 780 000 Euro investiert

Deshalb wird jetzt ganz konventionell über der Wupper gearbeitet. Neue Auflagerbänke und Kammerwände (Fundamente) für die zu sanierende Brücke seien zwischenzeitlich betoniert worden. Sofern das Wetter mitspiele, werden die Baugruben bis zum Ende dieser Woche verfüllt, erklärt die Stadt. Die Gerüstbaufirma habe mit der „Einhausung“ der Brücke, wie es im Fachjargon heißt, bereits begonnen und plane bis zum Ende dieser Woche mit der oberseitigen Einrüstung fertig zu werden. Der Schwebebahnbetrieb wird nicht beeinträchtigt. Sobald es der Wupperwasserstand erlaubt, wird auch mit der unterseitigen Einrüstung begonnen. Die Gerüstarbeiten sollen im März abgeschlossen sein.

Die WSW haben einen Teil der Fernwärmeleitung (Kondensatleitung) bereits als Übergangslösung verlegt, damit ungehindert die Korrosionsschutzarbeiten durchgeführt werden können.

Die Einrüstung der Brücke ist die Vorbereitung für die nun folgenden Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten, die Ende Oktober andauern werden. Im Anschluss daran werden die Fahrbahnplatte und der Gehweg aus Eichenholz eingebaut.

Die Brücke ist seit August 2010 gesperrt. Die Sanierung kostet insgesamt rund 780 000 Euro und wird durch das Denkmalschutz-Sonderprogramm IV (Kultur und Medien der Bundesregierung) mit 300 000 Euro, das Denkmalförderprogramm des Landes NRW mit 150 000 Euro und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 156 000 Euro gefördert.

Die Adlerbrücke wurde 1868 errichtet. Seinen Namen hat das Denkmal von den ursprünglich vier Adlern, die auf Säulen über der Wupper thronten.

Für die Wiederherstellung der Adler setzt sich der Förderverein Adlerbrücke um den Vorsitzenden Manfred Bröcker ein. Vier Exemplare werden es allerdings nicht mehr werden. „Wir werden zwei Säulen an der B 7-Seite errichten“, erklärt der Vorsitzende. „Es soll wie ein Portal wirken.“ Die Adler sollen, wenn sie denn mal stehen, dann auch angestrahlt werden.

Die Kosten der Adler sind nicht in der Gesamtförderung enthalten. „Diese gilt nur für die Sanierung der Brücke“, erklärt Bröcker, der für die zwei Adler samt Aufstellung mit etwa 30 000 Euro rechnet. „20 000 Euro fehlen derzeit noch.“

Wer dem Verein helfen will, kann spenden. Das Konto ist bei der Sparkasse bekannt.

www.adlerbruecke-wuppertal.de

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