Ein neuer Transformator für das Umspannwerk Viktorstraße stellte hohe Anforderungen an das Transportteam.

Stadtwerke
Zwei Kräne waren nötig, um den großen Trafo auf dem Carnaper Platz zu verladen.

Zwei Kräne waren nötig, um den großen Trafo auf dem Carnaper Platz zu verladen.

Millimeterarbeit war zu leisten, als der Lkw mit seiner 60-Tonnen-Last in die Viktorstraße einbog.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Zwei Kräne waren nötig, um den großen Trafo auf dem Carnaper Platz zu verladen.

Barmen. Ob mit dem Konzertflügel durch den Heizungskeller, mit der Kirchenglocke hinauf zur Turmspitze oder sprichwörtlich per Kamel durchs Nadelöhr – manche Logistikaufgaben stellen den Menschen vor große Probleme. Das war gestern der Fall, als die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) eine Schwerlast in die enge Viktorstraße befördern mussten.

Vom Tieflader auf den „kleinen“ Schwertransporter

60 Tonnen wog der Umspanner, der künftig im Umspannwerk Viktorstraße den Strom von 110 Kilovolt Hochspannung auf 10 Kilovolt Mittelspannung herunterregeln soll. Um den neuen Transformator ohne Schäden zum Ziel bringen zu können, wurde vor den Verwaltungshäusern der WSW an der Bromberger Straße ein Zwischenstopp eingelegt. Denn der Tieflader, mit dem der neue Trafo vom Hersteller in Regensburg nach Wuppertal gebracht wurde, war nicht das geeignete Fahrzeug für den Sedansberg.

So hob ein Mobilkran den Transformator auf dem Carnaper Platz vom Tieflader auf einen kleineren Schwertransporter. Selbst mit diesem Wagen war die Fahrt zur Viktorstraße, begleitet von einer Polizeieskorte, schweißtreibende Präzisionsarbeit.

Zunächst aber bot sich den Passanten auf dem Carnaper Platz ein imposantes Schauspiel, als gleich zwei Trafos durch die Luft schwebten. Denn auch der alte Trafo aus der Viktorstraße wurde auf dem Areal zwischengelagert, um dann auf einen anderen Transporter verladen zu werden. Der knapp fünfzig Jahre alte Vorgänger wird nun bei einer Spezialfirma zerlegt und entsorgt.

Nach zäher Rangierarbeit auf dem engen Hof des Umspannwerks war der knapp sechs Meter lange und 4,40 Meter hohe neue Trafo vom Transporter über Stahlschienen in seine Box gezogen. Dort wird er in etwa zwei Wochen seinen Betrieb aufnehmen.

Der neue Trafo, hergestellt in Regensburg, verfügt über eine Leistung von 31,5 Megawatt. Im Umspannwerk Viktorstraße gibt es zwei Transformatoren, einer davon dient als Reserve. Für den Austausch des alten Trafos investieren die WSW 600.000 Euro.

Über das Umspannwerk Viktorstraße werden etwa 16.000 Haushalte zwischen Sedansberg und bis Wupperfeld versorgt. Auch der im Heizkraftwerk Barmen produzierte Strom wird über das Umspannwerk Viktorstraße ins WSW-Netz eingespeist.

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