WZ-Volontärin Janina Walter testet den DAV-Top-Rope-Kurs in der Kletterhalle – inklusive Fluchtgedanken und spontaner Höhenangst.

Volontärin Janina Walter begnügt sich zu Anfang mit einer einfacheren Kletterroute.
Volontärin Janina Walter begnügt sich zu Anfang mit einer einfacheren Kletterroute.

Volontärin Janina Walter begnügt sich zu Anfang mit einer einfacheren Kletterroute.

Anna Schwartz

Volontärin Janina Walter begnügt sich zu Anfang mit einer einfacheren Kletterroute.

Langerfeld. Schon am Empfang der Kletterhalle wird mir mulmig zumute: 16 Meter hoch sind die Wände des Kletterzentrums „Wupperwände“, überall hängen Menschen an der Wand und vollführen die waghalsigsten Kletterbewegungen. Ich bin hier, um den Top-Rope-Kletterkurs zu testen. Was habe ich mir nur dabei gedacht? Und noch viel wichtiger: Wie komme ich aus der Nummer wieder raus?

Sicherheitstechniken und Knoten werden erlernt

Trainerin Rafaela Y. Rubens kann mir diese Ängste vorerst nehmen. „Beim ersten Termin geht es vor allem um das Erlernen der Sicherheitstechniken“, sagt sie. Die Fluchtgedanken verschiebe ich kurzerhand auf später.

Und dann geht es auch schon los – das Anlegen der Klettergurte steht auf dem Programm. Die vielen Schlaufen müssen schließlich genau in der richtigen Position angelegt und festgezurrt werden. Anschließend wird das Thema Seildehnung beim Sturz behandelt und das Erlernen des „doppelt-gesteckten-Achterknotes“ steht auf dem Programm.

Um uns herum kraxeln immer mal wieder andere Kletterer an den Wänden empor und lassen sich wieder abseilen. „Vorsicht, Mensch von oben“, witzelt einer der fünf Kursteilnehmer neben mir. Auch ich muss immer wieder zu den Wänden mit den farbigen Kletterrouten schauen und muss zugeben, dass ich neugierig geworden bin. Ob ich die rote Route mit der Schwierigkeitsstufe „6 -“ schaffe? Nein – das wäre für den Anfang doch ein bisschen schwierig.

Klettern trotz – oder gerade wegen – Höhenangst

Ich begnüge mich mit einer sehr viel einfacheren Route und habe richtig Spaß beim Klettern. Es ist anstrengend, aber ein gewisser Ehrgeiz treibt einen immer weiter. Einige Meter über dem Boden mache ich den Fehler nach unten zu schauen und stelle fest, dass ich seit Neuestem Höhenangst habe.

Das gilt aber nicht als Ausrede. „Ich mache den Kletterkurs, weil ich Höhenangst habe“, erklärt mir die Studentin für Gesundheitsmanagement Katrin Prediger (26). „Ich sehe das als Herausforderung an. Aber ich sollte besser nicht nach unten schauen“, fügt sie lachend hinzu.

Für die Kurse zum sicheren Indoor-Klettern des Deutschen Alpenvereins (DAV) können sich Interessierte telefonisch anmelden (siehe Kasten). Es gibt Kinder-, Starter-, Top-Rope- und Vorstiegskurse sowie ein Techniktraining.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer