Der Bau eines Regenüberlaufs führte zu Diskussionen in der BV.

Langerfeld. Ist die Inselstraße zu eng für Lastwagen? Wie könnte bei einer Sperrung der Marbodstraße der Verkehr im Stadtteilzentrum umgeleitet werden? Eigentlich ging es bei der Diskussion der Bezirksvertretung (BV) Langerfeld-Beyenburg um den Bau eines Regenüberlaufs, einschließlich der Erneuerung von Misch-, Regen- und Schmutzwasserkanälen. Eine Maßnahme, mit der die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) voraussichtlich im März beginnen wollen.

Die Arbeiten erstrecken sich über eine Länge von insgesamt etwa 55 Metern und umfassen den Bereich zwischen Wilhelm-Hedtmann-Straße, etwa in Höhe Hausnummer 3 und Marbodstraße, Hausnummer 6. Kosten: rund 150.000 Euro. Die Bauzeit wird mit rund vier Monaten veranschlagt. Doch dazu muss die Marbodstraße vollständig gesperrt werden, wie Markus Ermels, bei den WSW für Verkehrslenkung zuständig, erläuterte.

Die WSW schlagen deshalb vor, den Verkehr für die Dauer der Arbeiten über die Straßen Am Timpen, Insel-, Windhorst- und Henkelsstraße zu führen. Die Bezirksvertreter zeigten sich skeptisch, sie befürchten Verkehrsbehinderungen: "Das könnte problematisch werden", sagte Eberhard Hasenclever (SPD). Er schlägt eine Einbahnstraßenregelung vor, die über die Inselstraße führen könnte. Doch die ist nach Einschätzung der WSW zu schmal für Lastwagen und sei deshalb als Ausweichstrecke ungeeignet. "Wir werden zu diesem Thema aber nochmals Gespräche führen", kündigte Markus Ermel an.

Auch Bezirksbürgermeister Wolfgang Cleff (CDU) äußerte Bedenken gegen die beabsichtigte Umleitung. Die BV empfahl den WSW, angesichts der vielen Kinder- und Jugendeinrichtungen, rechtzeitig über die Baumaßnahme und die geplante Verkehrsänderung für die Dauer der Arbeiten zu informieren. "Auch die vielen Anwohner des Gebiets sollten berücksichtigt werden", betont Karl Grünewald (CDU).

Fußgänger im Stadtteilzentrum sind von den Arbeiten übrigens nicht betroffen: Die Marbodstraße bleibt für sie weiterhin zugänglich.

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