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Ralf Kollmann

Wichlinghausen. Der Anruf erreichte die Familie am Mittwochabend gegen 21 Uhr. „Hier brennt’s.“ Aufgelöst meldeten sich die Großeltern von Kathrin Franken, die nach dem Brand an der Sonnabendstraße aus ihrer Wohnung evakuiert wurden. „Über eine Drehleiter mussten sie raus, weil der Flur bereits völlig verraucht war“,
erzählt Kathrin Franken.

Ihre Großeltern sind Mitte 80 und wohnten genau über der Wohnung, in der am
Mittwochabend aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen war.
Viel Zeit die Sachen zu packen, blieb den älteren Leuten nicht, dann wurden
sie und eine weitere Nachbarin mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. „Die sind fix und fertig mit den Nerven“, sagt die Enkelin. Heute sollen die beiden wieder entlassen werden, doch in ihre Wohnung können sie vorerst nicht.

Denn nicht nur die Wohnung, in der der Brand ausgebrochen war, ist unbewohnbar. Auch die Wohnungen darüber dürfen vorerst nicht genutzt werden. Davor soll erst ein Statiker prüfen, ob es sicher genug ist. Für die Großeltern von Kathrin Franke bedeutet das: Umziehen in eine Ferienwohnung. Wo die anderen Hausbewohner über die Weihnachtstage Unterschlupf finden, ist unklar.

„Das ist für sie ein Schock“, sagt die Enkelin. „Wenn einem in dem Alter so etwas kurz vor Weihnachten passiert, dann ist das nicht leicht zu verkraften.“ Doch dann besinnt sie sich. „Andererseits sind wir alle überglücklich, dass niemandem wirklich etwas passiert ist.“ Den Sachschaden beziffert die Polizei auf zirka 50.000 Euro. Die Brandwohnung ist versiegelt, die Ermittlungen dauern an.

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