Die Skatehalle „Wicked Woods“ feiert ihr Jubiläum mit einem mehrstündigen Wettbewerb für Skater.

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Nur Fliegen ist schöner: Philipp Schnaß springt im Wicked Woods den „Superman“.

Nur Fliegen ist schöner: Philipp Schnaß springt im Wicked Woods den „Superman“.

Uwe Schinkel

Nur Fliegen ist schöner: Philipp Schnaß springt im Wicked Woods den „Superman“.

Langerfeld. Die mit Holz beplankte "Streetarea" ist für viele Skater, Blader und Biker längst zum Treffpunkt geworden. Meterhohe Rampen, gefährlich aussehende und spitze Halfpipes: die Skatehalle "Wicked Woods" an der Langobardenstraße ist für viele Extremsportler und Wagemutige ein wahres Paradies. Jetzt feierte die Skatehalle ihr zehnjähriges Bestehen - und gehört damit zu den vier ältesten Hallen in Deutschland.

Die Jury stammt aus den eigenen Reihen

Zum Geburtstag wurde die Skatehalle zum Schauplatz eines mehrstündigen Skate Contestes, bei dem Anfänger, Amateure und Profis an den Start gingen. In drei Gruppen, nach Alter und Können aufgeteilt, stellten sich die Extremsportler den kritischen Augen der Jury, die aus den eigenen Reihen stammte: "Wir beurteilen in erster Linie die Tricks. Ist einer besonders schwierig oder selten und technisch gut, bekommt der Skater zehn Punkte - die Höchstpunktzahl, die man in einem Run (in einer Runde) erreichen kann", erklärte Jurymitglied Sebastian Bähr (22). Neben Tricks wie dem "Nollie" oder dem "Switch", bei denen es vor allem auf die Stellung und die Beinbewegung der Skateboarder ankommt, seien Tricks wie der "Frontflip" (Vorwärtssalto mit dem Skateboard in der Hand) besonders bemerkenswert.

Den schaffte Philipp Schnaß (19), der sich mit viel Schwung in die Lüfte erhob und einen Augenblick später mit beiden Beinen wieder auf seinem Skatboard stand. "Yes, that was great", verkündete kurz darauf Contest-Moderator und Profiskater Sascha Ewest (21). "Manche sind hier echt super."

Im 45 Sekunden-Takt ging es für die 40 Teilnehmer mit rasantem Tempo und viel Geschick durch die Vorrunden des Wettbewerbs. 45 Sekunden, in denen jeder zeigen konnte, was er gelernt hat. "Skaten ist ein sehr zeitintensives Hobby. Ich verbringe meine ganze Freizeit damit und übe jeden Tag", verriet Philipp Schnaß. Gerade in Wuppertal sei die Skateszene gut ausgeprägt: "Wir können hier viel für die jugendlichen Skater tun", sagte "Wicked Woods"-Leiterin Steffi Gottschalk.

Auf die Bestplatzierten unter den Amateuren warteten hochwertige Sachpreise, die an Niklas Stuber und Robert Gray gingen. Der Bestplatzierte unter den Profis, Sascha Ewest, erhielt ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro.

Vor zehn Jahren gründeten Stadt und Wichernhaus die Skatehalle Wicked Woods. Dort können Skater, Inliner und Biker fahren. Außerdem kann die Halle an der Langobardenstraße vormittags gemietet werden. Kontakt: Ruf 98 06 556.

Montags und donnerstags, 14.30-22 Uhr für Biker; dienstags, mittwochs und freitags, 14.30-21Uhr für Skater und Inliner; samstags und sonntags 11.30-21.30 Uhr geöffnet für Skater und Inliner beziehungsweise am 1. und 3. Samstag im Monat geöffnet für Biker.

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