Eva Lenuweit-Metz (l.) und Jennifer Riethmüller wollen Kinder fürs Lesen begeistern. Fotos (2): Uwe Schinkel
Eva Lenuweit-Metz (l.) und Jennifer Riethmüller wollen Kinder fürs Lesen begeistern. Fotos (2): Uwe Schinkel

Eva Lenuweit-Metz (l.) und Jennifer Riethmüller wollen Kinder fürs Lesen begeistern. Fotos (2): Uwe Schinkel

Schinkel, Uwe (schin)

Eva Lenuweit-Metz (l.) und Jennifer Riethmüller wollen Kinder fürs Lesen begeistern. Fotos (2): Uwe Schinkel

Langerfeld. Gebannt lauschen die kleinen Besucher den Worten von Eva Lenuweit-Metz. Sie erzählt den Erstklässlern vom großen Bären, der ratlos ist, denn er weiß nicht, wie er der kleinen Gans klarmachen soll, dass er nicht die gesuchte Mama ist.

Vorlese-Patin hat Illustrationen abgezeichnet

Die Geschichte, das Kinderbuch „Gans, der Bär“ von Katja Gehrmann mit vielen Illustrationen, fasziniert die Schüler. Schließlich ist der Bär groß und stark, klettert, läuft und schwimmt. Die Kinder fragen sich: Wie soll das Gänschen all das genauso gut machen wie der Bär?

Das erklärt Bibliotheksleiterin Lenuweit-Metz anhand von Bildern, die eine eine Vorlese-Patin großformatig aus dem Kinderbuch abgezeichnet hat, so dass die Kinder sie gut erkennen können und miterleben, wie das Gänschen es gar mit einem Fuchs aufnimmt. Frech schnappt es dem Fuchs einen großen Lachs vor der Nase weg – und verputzt ihn dann mit dem Bären, der sich fragt: Sollte es sich bei der kleinen Gans am Ende doch um einen Bären handeln?

 

Ein Ratespiel gefällt dem kleinen Luis besonders gut

Stadtteilbliothek Langerfeld, Schwelmer Straße 11, Telefon 563 6382

Montag und Donnerstag 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr; Dienstag 10 bis 13 und 15 bis 17 Uhr; Mittwoch, Freitag und Samstag geschlossen.

Eins wissen die Kinder mittlerweile ganz genau: Der Bär kann auf keinen Fall die Mama eines Vogels sein. Denn Eva Lenuweit-Metz hat ihnen vorher Bilder von Tieren gezeigt. Gemeinsam haben sie dann herausgefunden, wie die jeweiligen Tierbabys genannt werden. Dem kleinen Luis hat dieses Ratespiel am Besten gefallen.

Nach der Aktion dürfen die Schüler in der Bibliothek stöbern

Nach der Vorlese-Aktion durften die Erstklässler dann noch in der Bibliothek stöbern. Luis hat bereits einen Ausleih-Ausweis und möchte sich das Buch „Wickie und die Graumänner“ ausleihen. Wikinger findet der Siebenjährige gut. Und dass der kleine Wickie immer so viele gute Ideen hat, gefällt ihm auch. Das Buch nimmt er mit nach Hause.

Rund 50 Prozent lassen sich auch einen Ausweis ausstellen

Rund 50 Prozent der Kinder, die an der Vorlese–Aktion teilnehmen, würden danach einen Ausleih-Ausweis anfertigen lassen, so die Bibliotheksleiterin. Und die meisten davon, freut sie sich, würden dann auch häufig vorbeikommen, um etwas auszuleihen. So ist sie mit ihrer Mitarbeiterin, Jennifer Riethmüller an diesem Freitagmorgen noch lange damit beschäftigt, den jungen Leseratten Bücher auszuleihen – kostenlos selbstverständlich.

Nur wer auch DVDs ausleihen möchte, muss eine Jahresgebühr von 2,50 Euro in Kauf nehmen. Lehrerin Anja Schäfer ist froh, dass sie mit ihren Schülern die Bibliothek fußläufig erreichen kann.

Momentan ist das Thema in der ersten Klasse, passend zur Vorlese-Aktion, „Kinderbücher“. Bei Vielen gab es bereits ein Vor-Interesse. Und jedes Kind hat mindestens ein Kinderbuch von zu Hause mitgebracht und in der Klasse vorgestellt. Die Lehrerin ist sicher, die Stadtteilbibliothek wird von vielen ihrer Erstklässler noch häufig besucht werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer