Beim Projekt "Jobpaten" helfen Ehrenamtler Hauptschülerinnen beim Berufseinstieg.

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Yonca Ince mit ihren Job-Paten Burkhard Rücker und seiner Frau.

Yonca Ince mit ihren Job-Paten Burkhard Rücker und seiner Frau.

Andreas Fischer

Yonca Ince mit ihren Job-Paten Burkhard Rücker und seiner Frau.

Wichlinghausen. Probleme eine Lehrstelle zu bekommen, haben viele Jugendliche. Hauptschüler und -schülerinnen haben es besonders schwer. Geholfen wird in dieser Situation den Wenigsten. Der Sozialdienst Katholischer Frauen will genau diese Mädchen nicht im Regen stehen lassen. Ihr "Jobpaten"-Projekt soll den Mädchen Paten vermitteln, die sich im Berufsleben auskennen und ihren den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern.

Entstanden aus der Hausaufgabenhilfe, sollen die Jobpaten nicht nur für den Augenblick, sondern auch für die Zukunft Unterstützung bieten. Zwei Jahre lang begleiten die Paten ihre Schützlinge auf dem Weg ins Berufsleben - wie bei Yonca Ince. Die besucht die zehnte Klasse der Hauptschule Wichlinghausen und wird seit zwei Jahren von Burkhard Rücker und seiner Frau auf dem auf dem Weg in ihren Wunschberuf Medizinische Fachangestellte betreut.

"Wir geben ihr Rückhalt, wenn sie Schwierigkeiten hat, helfen ihr mit ihren Bewerbungen. Sie hat schon viel mehr Eigeninitiative gezeigt", berichtet Rücker. Das Projekt soll die Schülerinnen unterstützen und ein sicheres Standbein bei der Berufswahl sowie im ersten Jahr der Ausbildung bieten. Momentan gibt es 13 Patenschaften für 14 Schülerinnen. Das Ziel von 30 Patenschaften haben die Verantwortlichen noch nicht erreicht. "Wir suchen für die nächste Periode des Projekts noch weitere Paten", sagt Projektleiterin Claudia Raimund.

Yonca hat den ersten Schritt schon gemeistert. Ihr Schülerpraktikum hat sie sich alleine gesucht - und gefunden. In einer Arztpraxis wird sie demnächst zwei Wochen in ihren Wunschberuf "reinschnuppern" können..

Das Projekt wird von der "Aktion Mensch" gefördert - unter der Bedingung, dass nur Mädchen mit Migrationshintergrund betreut werden. Die Förderung läuft von 2008 bis 2011. Zusätzlich unterstützen die Agentur für Arbeit, die Arge und die Industrie- und Handelskammer das Projekt des Sozialdienstes Katholischer Frauen. Wer sich für eine Patenschaft interessiert, kann sich unter Telefon 64 26 63 oder per E-mail an gwa@skf-wuppertal.de an den Sozialdienst wenden.

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