Bürgerverein Nächstebreck lud zur Wanderung – und stellte weitere Projekte vor.

65 Wanderer begleiteten Hermann Josef Richter vom Bürgerverein Nächstebreck auf der Nordbahntrasse.
65 Wanderer begleiteten Hermann Josef Richter vom Bürgerverein Nächstebreck auf der Nordbahntrasse.

65 Wanderer begleiteten Hermann Josef Richter vom Bürgerverein Nächstebreck auf der Nordbahntrasse.

Gerhard Bartsch

65 Wanderer begleiteten Hermann Josef Richter vom Bürgerverein Nächstebreck auf der Nordbahntrasse.

Barmen-Ost. Das letzte Teilstück der Nordbahntrasse zwischen Wichlinghausen und Tunnel Schee gilt als das landschaftlich reizvollste des 22 Kilometer langen Rad- und Wanderweges und soll 2014 fertiggestellt werden. An der Haltestelle Silberkuhle in Nächstebreck empfing Hermann Josef Richter, Vorsitzender des Bürgerverein Nächstebreck rund 65 Besucher aus Wuppertal zu einem Spaziergang auf das Bergische Plateau.

Häuschen am Bahnhof Bracken soll ein Schmuckstück werden

Richter machte deutlich, dass der Bürgerverein Nächstebreck gemeinsam mit der Wuppertal Bewegung im Frühjahr 2014 das Häuschen am Bahnhof Bracken in ein Schmuckstück an der Trasse verwandeln werde. „Dieses nachhaltigste Projekt in ehrenamtlicher Arbeit von Wuppertaler Bürgern wird wie der Verschönerungsverein aus dem 19. Jahrhundert in die Geschichte eingehen.“

Überaus spannend gestaltete Lutz Eßrich von der Wuppertalbewegung den geführten Spaziergang mit Informationen zu Bauvorhaben im Trassenabschnitt und Geschichtlichem zur ehemaligen Kohlenbahn. „Es ist schön, Nächstebreck mal auf der historischen Strecke zu sehen“, schwärmte Angelika Salwitzik aus Wichlinghausen. Angetan vom Spaziergang in unberührter Natur machte es den Wanderern nichts aus, auf Schottersteinen im ehemaligen Gleisbett zu laufen. „Das wird sich mit der Entschotterung und Planierung im September 2013 ändern“, sagte Lutz Eßrich und wies schon auf die ersten neuen Lampen mit LED-Beleuchtung an der Strecke hin.

2010 erfolgte der Schienenabriss der ehemaligen Kohlenbahn, die einst Wuppertal mit Hattingen verband, und Transporte der im 19. Jahrhundert entstandenen Kohleabbaugebiete und später Personenverkehr sicherte. Der letzte Zug fuhr hier 1984 und heute schauen Besucher entlang der alten Gleiswege an der Brücke Nächstebrecker Straße auf wunderschöne Wiesen.

Wuppertal Bewegung appelliert an gegenseitige Rücksichtnahme

Wolfgang Heil aus Wuppertal, begeistert von der Führung, wünschte sich, „mehr Informationen zu Natur und Sehenswürdigkeiten“. Lutz Eßrich konnte beruhigen. „Das Historische Zentrum Wuppertal und die Wuppertal Bewegung erarbeiten insgesamt 100 Infotafeln mit kulturhistorischen und naturbezogenen Inhalt an 50 Standorten.“ Vorbei am Dolinen-Gebiet und der Brücke Kohlenstraße, wo ursprünglich die Rheinische Bahn abzweigte, mit einem herrlichen Fernblick über Langerfeld und seinen drei Kirchen, führte der Weg hinunter in die Bramdelle, der alten breiten Gleisstrecke, ähnlich einer Schlucht, gesäumt von Kalkfelsen.

„Das Auto stehen lassen und meine Freundin in Wichlinghausen mit dem Fahrrad besuchen.“ Darauf freut sich auch Edeltraut Dahlhaus aus Elberfeld. „Vier Meter Radweg und zwei Meter Fußweg in der Breite – das gibt es nirgendwo hier im Radwegenetz“, erklärte Eßrich und appelliert „an die Rücksichtnahme untereinander.

An der Beule und Wittener Straße führte der Weg in die Schwarzbach zum Bergischen Plateau. Der Bahnhof Wichlinghausen, an dem die Wuppertalbewegung 2008 das Probestück eines 20 Meter langen Fuß- und Radwegs befestigte und mit Fachfirmen das Dach reparierte, wies schon auf einen markanten Punkt im Trassenverlauf hin. Dort angekommen, redeten die Besucher bei Kaffee und Kuchen im Trassencafe auf dem Bergischen Plateau noch lange über das neue Ausflugsziel.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer