In einem Workshop wird gezeigt, wie kreativ mit Mode umgegangen wird.

Oberbarmen
Kristine Simon, Mano Kicigin, Tanja Boventer und Caroline Engelsberger (v.l.) beim Nähkurs.

Kristine Simon, Mano Kicigin, Tanja Boventer und Caroline Engelsberger (v.l.) beim Nähkurs.

Fischer, A. (f22)

Kristine Simon, Mano Kicigin, Tanja Boventer und Caroline Engelsberger (v.l.) beim Nähkurs.

Oberbarmen. Wenn es aus einer alten Hose eine Eule wird oder aus einem Rock eine Tasche, dann ist das keine Hexerei, sondern „Upcycling“. In einem Workshop vermittelt die Meisterin im Modistenhandwerk Ricarda Engelsberger Techniken und Ideen, um aus gebrauchten Textilien neue Lieblingsstücke zu zaubern. Die Teilnehmerinnen des ersten Kurses, der gerade in der Färberei in Oberbarmen gestartet ist, waren gleich von Beginn an mit Eifer bei der Sache.

Mit Nadel, Faden, Nähmaschine und Bügelbrett sowie jeder Menge alter Kleidungsstücke ist die Expertin fürs kreative Modehandwerk an diesem Morgen nach Wuppertal gekommen. Normalerweise gibt Ricarda Engelsberger Hutmacherkurse in Düsseldorf, aber in Oberbarmen unterrichtet sie ihr Lieblingsthema: „Upcycling ist ein Hobby von mir“, gesteht sie. „Anders als beim Recycling, wo aus alten Rohstoffen neue Materialien hergestellt werden, was viel Energie verbraucht, wird beim Upcycling aus vorhandenem Material etwas Neues gemacht.“

Auch die Lieblingshose wird umgenäht

Vorteile der Wiederverwendung gibt es viele, weiß Engelsberger, darunter natürlich die Müllvermeidung. Aber auch persönlich bringt das Upcyceln was: „Anfänger, die Nähen lernen wollen, ärgern sich nicht so sehr, wenn etwas schief geht, wenn sie einen alten Stoff benutzen.“ Hinzukommt die Freude darüber, die Lieblingshose trotz Löchern noch benutzen zu können.

Maria Kicigin ist Anfängerin. Gerade schneidet sie einen Rock in Stücke, um ihn mit einer alten Jeans zusammen zu einer Tasche zu verarbeiten. „Ich bin zwar Anfängerin, aber ich brauche Herausforderungen. Eine solche Tasche kann ich überall rumzeigen und sagen, dass ich sie selbstgemacht habe, und damit auch den Kurs bekannt machen.“

Kristine Simon wagt sich zuerst noch nicht an das komplizierte Schnittmuster heran. Sie beginnt mit einem klassischen Einsteigerstück: einer Eule. Dazu schneidet sie nach Anleitung durch Ricarda Engelsberger aus zwei unterschiedlichen Stoffen einen großen und einen kleinen Fächer, um sie anschließend mit der Nähmaschine zu verbinden und dann zu füllen. Auch Caroline Engelsberger, die Schwester der Kursleiterin, hat sich die Eule als Thema vorgenommen, allerdings in Großformat. „Ich habe schon einen Frosch zuhause. Jetzt mache ich die Eule zur Ergänzung.“

Am Ende halten alle etwas Selbstgemachtes in der Hand

Der Workshop „Upcycling“ findet immer dienstags von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Färberei, Stennert 8, statt. Ab dem 1. April gibt es auch einen Abendkurs dienstags von 19 bis 21 Uhr. Der Einstieg in den Workshop ist immer zum Monatsanfang möglich. Alle Termine und Informationen gibt es unter www.faerberei-wuppertal.de oder www.ricarda-engelsberger.de oder telefonisch bei Ricarda Engelsberger unter 0177/3525153.

Wer schon Erfahrung beim Nähen hat, wie Tanja Boventer, setzt direkt eigene Ideen um. Sie schneidert einen Bezug für eine alte Aufbewahrungsbox und gibt ihr damit einen individuellen Stil. Ricarda Engelsberger unterstützt sie mit Profitricks. Schon nach dem ersten Kurstag halten alle Teilnehmerinnen stolz etwas Selbstgemachtes in der Hand und das mit gutem Gewissen, denn Umwelt und Geldbeutel profitieren vom Upcycling gleichermaßen.

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