Noch wird ermittelt, was der Sicherungseinsatz am maroden Haus an der Tütersburg den Besitzer kosten wird. Fälle dieser Art gibt es landesweit immer häufiger.

Von Freitag bis Sonntag musste das marode Haus an der Tütersburg vom THW abgesichert werden.
Von Freitag bis Sonntag musste das marode Haus an der Tütersburg vom THW abgesichert werden.

Von Freitag bis Sonntag musste das marode Haus an der Tütersburg vom THW abgesichert werden.

Wolfgang Westerholz

Von Freitag bis Sonntag musste das marode Haus an der Tütersburg vom THW abgesichert werden.

Wuppertal. Auf den Besitzer des maroden und unter Denkmalschutz stehenden Hauses an der Tütersburg kommt aller Voraussicht nach eine fünfstellige Rechnung zu. Wie berichtet, mussten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) das Gebäude in Privatbesitz am Wochenende unter großem Aufwand sichern - wegen akuter Einsturzgefahr.

Allein in Wuppertal liefen beim
THW 740 Helferstunden auf

"Wir ermitteln derzeit noch die genauen Einsatzkosten", berichtet THW-Sprecher Thomas Ermels auf WZ-Nachfrage. Insgesamt neun Hauptverbände des Technischen Hilfswerks waren beteiligt. Summiert werden unter anderem Material- und Fahrtkosten sowie die Helferstunden, die sich allein in Wuppertal auf 740 belaufen. Einiges deute da auf einen fünfstelligen Betrag hin, der zunächst der Stadt Wuppertal als Auftraggeber in Rechnung gestellt und danach vom Besitzer eingefordert wird.

Aus Sicht der Stadt sei das Privathaus "nicht mehr zu retten", sagt Thomas Eiting vom Presseamt im Gespräch mit der WZ. Den Besitzer in Solingen habe man über den Einsatz am Wochenende informiert. Laut Stadt gab es bereits am 10. September 2008 einen Ortstermin an der Tütersburg. Dem folgte am 15. September ein Hinweisschreiben an den Eigentümer.

Wie Eiting weiter berichtet, liegt der Stadt ein Antrag auf Abriss des Gebäudes vor, dem aber - mit Blick auf den Denkmalschutz - ein detaillierter Nachweis des Besitzers zugrunde liegen muss, dass das Haus wirklich nicht mehr zu erhalten ist. Für einen solchen Nachweis gebe es klare Vorgaben - auch um zu verhindern, dass Hausbesitzer ihre Gebäude bewusst verkommen lassen, um sie für einen Neubau abreißen zu können.

Wie berichtet, gibt es immer wieder Fälle dieser Art im Stadtgebiet. "Und das ist nicht nur ein Wuppertaler Problem", fügt Ermels hinzu. Landesweit werde das THW schon seit Jahren verstärkt zu Einsätzen dieser Art gerufen. Und immer wieder gehe es dabei auch um die Sicherung maroder Bausubstanz.

Gebäude-Sicherung als Übung, Gefahr durch Erschütterungen

Jenseits allen Ärgers habe man die Gebäude-Absicherung in Wichlinghausen "hervorragend" zur Übung nutzen können, sagt Ermels. Aus ernstem Anlass: Vom jetzt abgesperrten und abgesicherten Haus ging laut THW massive Gefahr aus - auch durch die alltäglichen Erschütterungen und Belastungen in der Nachbarschaft, wie zum Beispiel durch den Linienbusverkehr.

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