Schüler bauen gemeinsam eine Sonnenuhr für das Computerzeitalter.

Timo Klingenbiel und Martin Buhl (vorn Mitte, von links) präsentieren die fertige Sonnenuhr.
Timo Klingenbiel und Martin Buhl (vorn Mitte, von links) präsentieren die fertige Sonnenuhr.

Timo Klingenbiel und Martin Buhl (vorn Mitte, von links) präsentieren die fertige Sonnenuhr.

Gerhard Bartsch

Timo Klingenbiel und Martin Buhl (vorn Mitte, von links) präsentieren die fertige Sonnenuhr.

Nächstebreck. Altertümliches mit dem Modernen zu verbinden, das war die Aufgabe von zwölf Schülern beim Projekt "Die moderne Sonnenuhr" des Bergischen Schul-Technikums (BeST). Dafür waren die Schüler für zwölf Sitzungen a 90 Minuten zu Gast bei der Firma Wiesemann & Theis im Industriegebiet Nächstebreck. Außer der Vorgabe, eine Uhr mithilfe einer Microprozessorsteuerung und einiger Leuchtdioden herzustellen, hatten sie dabei völlige Freiheit in der Gestaltung ihres "Produktes".

"Ich habe niemanden prügelnd auf der Wiese liegen sehen."

Rüdiger Theis, Firmenchef, über die gelungene Kommunikation unter den Schülern.

Neben der technischen Aufgabenstellung stand für die Veranstalter dabei vor allem der kommunikative Aspekt im Vordergrund: Eingeteilt in Hardware-, Software- und Designgruppe mussten sich die Schüler dabei zunächst innerhalb ihres Teams auf ein Konzept verständigen und dann die Machbarkeit mit den anderen Gruppen abstimmen. Für Rami Bako von der Gesamtschule Langerfeld bestand darin auch die größte Schwierigkeit des BeST-Projekts. "Besonders weil wir uns untereinander nicht kannten, war die Kommunikation zu Beginn sehr zäh", sagte der 17-Jährige bei der Abschlusspräsentation am Dienstag.

"Unseren zweiten Entwurf hat die Softwaregruppe gekippt. Wir hatten mehr LEDs verwendet, als die verarbeiten konnten", erklärte Hatice Tas, eines von nur zwei Mädchen, die an dem freiwilligen Projekt teilnahmen. Damit beschrieb sie genau die Probleme, die laut Geschäftsführer Rüdiger Theis auch bei der täglichen Arbeit in seinem Betrieb entstehen. Die Problemlösung sei unter den Schülern aber meistens reibungslos gefunden worden. "Ich habe niemanden prügelnd auf der Wiese liegen sehen", sagte der Firmenchef schmunzelnd.

Auch Sebastian Loos, der das Projekt für die Firma Wiesemann & Theis betreute, war mit der Zusammenarbeit der Schüler sehr zufrieden: "Die Teilnehmer waren alle sehr engagiert und hatten tolle Ideen."

Doch nicht nur die Kommunikation untereinander mussten die Teilnehmer meistern. Auch mit den Begebenheiten der freien Marktwirtschaft mussten sich die Schüler befassen: So errechnete die Design- und Marketinggruppe für eine Massenfertigung des fertigen Prototyps - eine Uhr, die computergesteuert über LEDs die minutengenaue Uhrzeit anzeigt - einen Endverbraucherpreis von 148 Euro. Auf den Markt kommen wird die Uhr für diesen Preis aber wohl nicht.

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