Mit einem neuem Logo, Internetauftritt und Veranstaltungen will das Bürgerforum für den Stadtteil werben.

Oberbarmen
Der Berliner Platz ist ein Dauerthema für den Stadtteil. (zwei Fotos)

Der Berliner Platz ist ein Dauerthema für den Stadtteil. (zwei Fotos)

Hans-Erich Richling, Vorsitzender des Bürgerforums, in der Alten Färberei.

Archiv/Gerhard Bartsch, Bild 1 von 2

Der Berliner Platz ist ein Dauerthema für den Stadtteil. (zwei Fotos)

Oberbarmen. Oberbarmen ist durch den Berliner Platz, der als sozialer Brennpunkt gilt, immer mal wieder negativ in den Schlagzeilen. „Dabei hat unser Stadtteil viel mehr zu bieten“, sagt Hans-Erich Richling, neuer Vorsitzender des Bürgerforums Oberbarmen.

Am Donnerstag hat er in der Alten Färberei vor rund 30 Vertretern von Gruppen und Vereinen aus dem Stadtteil ein neues Logo vorgestellt, mit dem das Forum den Stadtteil besser vermarkten will. Drei blaue Wellen schlängeln sich auf weißem Untergrund, darin ist der Slogan „Jede Menge Leben in Oberbarmen“ eingebettet. Jede Gruppe könne in dem Signet ihr eigenes Vereinslogo integrieren, erklärt Klaus-Günther Conrads, der das Logo mitentwickelt hat: „Die Welle und der Slogan bleiben dabei das verbindende Element“.

Nicht nur das Logo ist neu, seit einigen Monaten ist das Bürgerforum mit einer Website im Internet vertreten. „Wir wollen damit allerdings nicht uns, sondern den Stadtteil präsentieren“, sagt Conrads. Daher lautet die Adresse auch: www.wuppertal-oberbarmen.de. Neben Informationen über den Stadtteil findet sich auf der Internetseite auch ein umfangreicher Veranstaltungskalender, der ständig aktualisiert wird.

Gute Vernetzung ist das A und O der Stadtteilarbeit

Welche neuen Veranstaltungen sich durch das neue Konzept des Bürgerforums ergeben, bleibt abzuwarten. Richling ist derweil mit dem ersten Treffen dieser Art zufrieden. „Wir haben viele Akteure in unserem Stadtteil an einen Tisch geholt, das ist doch wunderbar“, sagt der 70-Jährige. Immerhin sei Vernetzung das A und O in der Stadtteilarbeit.

Das sieht auch Andreas Pesch so: „Jeder Verein und jede Gruppe profitiert davon, wenn wir uns gemeinsam unterstützen, gemeinsam kann man auch größere Projekte angehen“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Musik und Kirche. Im Gespräch mit der WZ äußert sich Richling auch zum Berliner Platz: „Der ist bei uns ein Dauerbrenner“, verrät der pensionierte Rektor der Hauptschule in der Hügelstraße.

1997 wurde das Bürgerforum Oberbarmen gegründet. Der neue Berliner Platz wurde groß gefeiert. Das Forum sieht sich als Nachfolger des Bezirksvereins Rittershausen.
www.wuppertal-oberbarmen.de

Allerdings anders, als man sich das angesichts der aktuellen Debatte denken mag: 1998 habe der Bürgerverein auf dem Platz, der als sozialer Brennpunkt gilt, eine Aktion für Kinder und Jugendliche gestartet, die es heute immer noch gebe, erklärt Richling: „Damals wollten wir die Kinder durch das Angebot in die Jugendeinrichtungen lotsen, aber das wollten sie nicht. Sie wollen auf dem Platz bleiben. Das ist ihr gutes Recht“. Von einer Videoüberwachung auf dem Platz halte er nichts: „Wir sollten lieber etwas Vernünftiges machen“.

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