Nach dem Jahrhundert-Orkan: Der zerstörte Waldlehrpfad ist wieder hergerichtet. Weitere Aufforstungen folgen nächstes Jahr.

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Ortstermin am Waldlehrpfad mit Sponsoren: Für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kam die 1. Vorsitzende Britta Krempel (links) und für die Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg Wolfgang Cleff und Eberhard Hasenclever. Sponsor der „Wald-Sessel“, die am Anfang des Lehrpfades aufgestellt wurden, ist Staatssekretär Peter Hintze (Bildmitte).

Ortstermin am Waldlehrpfad mit Sponsoren: Für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kam die 1. Vorsitzende Britta Krempel (links) und für die Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg Wolfgang Cleff und Eberhard Hasenclever. Sponsor der „Wald-Sessel“, die am Anfang des Lehrpfades aufgestellt wurden, ist Staatssekretär Peter Hintze (Bildmitte).

Stadt Wuppertal

Ortstermin am Waldlehrpfad mit Sponsoren: Für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kam die 1. Vorsitzende Britta Krempel (links) und für die Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg Wolfgang Cleff und Eberhard Hasenclever. Sponsor der „Wald-Sessel“, die am Anfang des Lehrpfades aufgestellt wurden, ist Staatssekretär Peter Hintze (Bildmitte).

Ehrenberg. Am 18. Januar 2007 verwüstete er vor allem im Wuppertaler Osten ganze Waldgebiete - und auch mehr als zwei Jahre später bleibt der Jahrhundert-Orkan "Kyrill" ein Thema: Nach der Eröffnung des wieder hergerichteten Waldlehrpfads am Ehrenberg geht die Aufarbeitung der Sturmschäden Anfang des nächsten Jahres in eine weitere Runde.

Im Wuppertaler Stadtwald sind alle Flächen bereits aufgeforstet

So sind nach WZ-Information im Frühjahr 2010 Wiederaufforstungen im Marscheider Wald geplant. Für ihn ist - als Staatsforst - das Land NRW zuständig. Vorgesehen ist, 50 Prozent der Fläche mit angekauften Setzlingen zu bepflanzen und die andere Hälfte auf natürlichem Weg wieder aufzuforsten, was als Naturverjüngung bezeichnet wird.

"Der Plan steht, und die Mittel sind beantragt", sagt der zuständige Förster Udo Oberreuther auf WZ-Nachfrage. Auf den "Kyrill"-Flächen soll auf diesem Weg ein neuer Mischwald entstehen. Für Probleme sorgten auf den noch nicht geräumten Flächen, die der Orkan heimgesucht hat, auch in diesem Jahr wieder Schädlinge wie Borkenkäfer. Umso wichtiger ist es, dass jetzt auch die noch ausstehenden Wälder so hergerichtet werden, dass sie ihren natürlichen Feinden standhalten.

Im Wuppertaler Stadtwald ist man da bereits um einiges weiter: Hier sind nach Angaben der Verwaltung alle betroffenen Flächen wieder aufgeforstet. Wie berichtet, wurde dabei in Etappen gearbeitet. Den Anfang machten im Jahr des Orkans fast 64.000 neu angepflanzte Laubbäume. Ende 2008 begann die Stadt damit, die letzten Flächen zu bepflanzen. Auch in Wuppertals Privatwäldern sind inzwischen mehr als 50 Prozent der Flächen wieder aufgeforstet - und auch hier soll es im kommenden Jahr mit der Naturverjüngung weitergehen.

Völlig wiederhergestellt ist allerdings auch der Waldlehrpfad am Ehrenberg. Er umfasst nun auf 600 Metern Länge und einer 12.000 Quadratmeter großen Fläche insgesamt 38 einheimische Baum- und Straucharten. Die Rekultivierung der verwüsteten Flächen kam durch eine Spende der Stiftung "Wald in Not" - gesponsert von der Fielmann AG - zustande. Auch zwei "Wald-Sessel" aus Eichenkernholz wurden am Pfad aufgestellt.

Noch in diesem Jahr soll es außerdem eine weitere Waldkalkung per Hubschrauber in Wuppertal geben, um den Baumbestand zu stärken.

Wie berichtet, ist dafür der städtische Wald am Nöllenhammer östlich des Burgholzbachs vorgesehen.

Jetzt hofft die Forstverwaltung, dass möglichst viele Schulklassen vom Angebot des Waldlehrpfades am Ehrenberg Gebrauch machen. Die Beschilderung der Bäume unterstützte die Bezirksvertretung (BV) Langerfeld-Beyenburg mit einer Geldspende, und auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald leistete einen finanziellen Beitrag. Eine "Kyrill"-Hinweistafel am Waldlehrpfad erinnert außerdem an die bislang größte Sturmkatastrophe in Nordrhein-Westfalen.

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