Die Retter kämpften in der Nacht zu gestern an der Markusstraße nicht nur mit dem Feuer, sondern auch mit den Schneemassen.

Wichlinghausen
Gefunden: Es dauerte ein bisschen, dann hatte die Feuerwehr unter der Eisschicht auf der Markusstraße einen Hydranten gefunden. Auf den Rettungseinsatz hatte die unplanmäßige Suche keine Auswirkungen. Die Retter hatten genug Wasser im Tank.

Gefunden: Es dauerte ein bisschen, dann hatte die Feuerwehr unter der Eisschicht auf der Markusstraße einen Hydranten gefunden. Auf den Rettungseinsatz hatte die unplanmäßige Suche keine Auswirkungen. Die Retter hatten genug Wasser im Tank.

Wolfgang Westerholz

Gefunden: Es dauerte ein bisschen, dann hatte die Feuerwehr unter der Eisschicht auf der Markusstraße einen Hydranten gefunden. Auf den Rettungseinsatz hatte die unplanmäßige Suche keine Auswirkungen. Die Retter hatten genug Wasser im Tank.

Wichlinghausen. Eine Kerze hat in der Nacht zu gestern an der Markusstraße in Wichlinghausen für einen kapitalen Zimmerbrand gesorgt. Die 78 Jahre alte Bewohnerin wurde schwer verletzt. Der Schaden wird auf 150 000 Euro geschätzt.

Um 0.30 Uhr hatte die Frau Qualm in ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss bemerkt. Die 78-Jährige öffnete ein Fenster, um zu lüften. Laut Polizei fachte das den Schwelbrand an. Vor den offenen Flammen konnte sich die Frau in eine Nachbarwohnung retten.

Feuerwehr rettet drei Hausbewohner per Drehleiter

Wenig später war die Feuerwehr vor Ort und holte drei Hausbewohner per Drehleiter einen durchs Treppenhaus aus dem Gebäude. Ein Notarzt diagnostizierte bei der 78-Jährigen eine Rauchgasvergiftung. Die Frau wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde sie auch noch gestern behandelt. Lebensgefahr bestehe aber nicht, hieß es.

Bis auf ihre Wohnung ist das Mehrfamilienhaus weiter bewohnbar. Letztlich ein Routinefall für die Feuerwehr. Doch derzeit ist Winter. Und der kostete die Retter auch beim Einsatz in Wichlinghausen Nerven. Die Schneemassen lassen die engen Straßen zum Nadelöhr werden. Dort, wo sonst Parkplätze sind, türmen sich Schneeberge auf. Viele Autos ragen aus den mehr schlecht als recht freigeräumten Parklücken heraus. Laut Feuerwehr klappte die Anfahrt zur Markusstraße trotzdem ohne Verzögerung.

Am Dienstag appellierte die Stadt an die Wuppertaler, so zu parken, dass Rettungskräfte, Busse und auch Räumfahrzeuge durchkommen. Letztere hätten derzeit Gelegenheit, die Nebenstraßen zu räumen. Doch dabei gibt’s Platzprobleme. Eine Stadt-Sprecherin gestern: „Die Fahrer brauchen 2,50  Meter um durchzukommen. Leider gibt’s die vor Ort oft nicht.“

Am Mastweg in Cronenberg wurden in der vergangenen Woche kurzerhand Anwohner herausgeklingelt und gebeten ihre Autos wegzusetzen, damit der Bus durchkommt. Das habe geklappt – ohne Knöllchen. Laut Presseamt ist die Zahl der Privatanzeigen gegen mutmaßliche Räum-Muffel in der Nachbarschaft bislang eher überschaubar. spa

Vor Ort gab es dann allerdings neue Probleme. Um die Wasserversorgung sicher zu stellen, suchten die Retter unter der Eisschicht einen Hydranten. Weil die Hinweisschilder zugeweht waren, dauerte auch das länger als sonst. Letztlich reichte das Löschwasser, das die Retter zum Brandort mitgebracht hatten.

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