Nach den Herbstferien beginnt der Unterricht.

Langerfeld
Projektleiterin Gertrud Finger (l.) beim Rundgang in der neuen Sporthalle der Gesamtschule.

Projektleiterin Gertrud Finger (l.) beim Rundgang in der neuen Sporthalle der Gesamtschule.

Stefan Fries

Projektleiterin Gertrud Finger (l.) beim Rundgang in der neuen Sporthalle der Gesamtschule.

Langerfeld. Jüngst hat die Gesamtschule Langerfeld ihren 25. Geburtstag gefeiert. Und jetzt gibt es das Geschenk, auf das Schüler und Lehrer seit der ersten Schulstunde gewartet haben: eine eigene Sporthalle. 3,7 Millionen Euro hat sie gekostet. Insgesamt ist die Halle 2070 Quadratmeter groß, davon sind 1328 Quadratmeter Sportfläche – die hat Projektleiterin Gertrud Finger ein wenig größer als benötigt berechnet. „So können bei Veranstaltungen auch 80 bis 90 Zuschauer in die Halle.“

„Darauf haben wir seit 1988 gewartet.“

Claus Baermann, stellv. Schulleiter der Gesamtschule

Die Halle ist im Passivhausstandard gebaut – so kann etwa 15 bis 20 Prozent Energie gespart werden. Der Verbrauch soll bei etwa 15 Watt pro Quadratmeter liegen. „Für eine Sporthalle ist das sehr ambitioniert“, sagt Gertrud Finger.

Die Halle selbst ist fast fertig, der Boden liegt bereits, es fehlen aber noch der Prallschutz und die Markierungen für die Spielfelder. Baustelle sind derzeit noch die Kabinen. In sechs Umkleiden können sich die Schüler und Sportler demnächst umziehen. Dazu kommen zwei Kabinen, die auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern zugeschnitten sind. Zusätzlich gibt es einen Konferenzraum für die 15 Sportlehrer der Schule, außerdem können sich dort auch Sportamt und Vereine versammeln. Ein Büroraum rundet den Kabinentrakt ab.

Momentan muss die Schule bei Hallenzeiten improvisieren

Der stellvertretende Schulleiter Claus Baermann ist zufrieden: „Darauf haben wir seit 1988 gewartet.“ An seiner Schule werden 1351 Schüler von etwa 120 Lehrern unterrichtet. Mindestens drei Sportstunden pro Woche stehen an, in den ungeraden Jahrgängen sind es sogar vier. Wer ein Sport-Abitur macht, hat sogar noch mehr Sport. Bis jetzt waren die Sportschüler auf etwa 17 Hallen verteilt. Teilweise mussten Schüler und Lehrer 25 Minuten bis zur Halle laufen. Die Improvisation hat jetzt aber zum Glück ein Ende.

Das wird auch die Schüler freuen. Denn die Ausstattung einer Grundschulhalle reiche oft nicht für Sportunterricht in weiterführenden Schulen aus. „Die Lehrer haben dann oft auch noch Bälle transportiert“, erzählt Baermann. Obwohl das Sportamt oft geholfen habe und Räume zur Verfügung gestellt habe. Eröffnet werden soll die Halle nach den Herbstferien im Oktober. Bis dahin müssen die Schüler noch reisen.

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