In die Sanierung der 50 Jahre alten Sporthalle investiert die Stadt 3,5 Millionen Euro.

Aus Brandschutzgründen ist die Decke der Heckinghauser Halle derzeit geöffnet, im Sommer wird sie gedämmt. Das charakteristische Lichtband aus Glasbausteinen wird dann energetisch bessere Fenster ersetzt.
Aus Brandschutzgründen ist die Decke der Heckinghauser Halle derzeit geöffnet, im Sommer wird sie gedämmt. Das charakteristische Lichtband aus Glasbausteinen wird dann energetisch bessere Fenster ersetzt.

Aus Brandschutzgründen ist die Decke der Heckinghauser Halle derzeit geöffnet, im Sommer wird sie gedämmt. Das charakteristische Lichtband aus Glasbausteinen wird dann energetisch bessere Fenster ersetzt.

Mathias Kehren

Aus Brandschutzgründen ist die Decke der Heckinghauser Halle derzeit geöffnet, im Sommer wird sie gedämmt. Das charakteristische Lichtband aus Glasbausteinen wird dann energetisch bessere Fenster ersetzt.

Heckinghausen. Wer in Barmen Sport treibt, der kennt die Sporthalle Heckinghausen. Handball-Länderspiele hat es dort einst gegeben, die große Zeit der BTV-Basketballerinnen hat dort begonnen - vor allem aber ist sie seit fünf Jahrzehnten das Rückgrat für den Schul- und Breitensport im bevölkerungsreichen Stadtteil und Heimstätte des BTV mit seinen 2000 Mitgliedern.

Um die 1960 eröffnete Halle auch fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen, will das städtischen Gebäudemanagement (GMW) in diesem und im nächsten Jahr 3,5 Millionen Euro investieren. Keine reine Schönheitskur sondern eine Notwendigkeit, wie GMW-Projektleiterin Angelika Sprenger betont. "Am Anfang war die Auflage des Brandschutzes, und dann ist die Halle von der Energieeffizienz her wohl eine der schlechtesten in Wuppertal", nennt sie die Auslöser dafür, dass in den vergangenen Monaten ein Gesamtsanierungskonzept erstellt wurde.

Zunächst nur provisorisch ist unter der von Deckenpaneelen befreiten Dachkonstruktion seit Sommer eine Brandmeldeanlage eingebaut. Nur so war noch eine vorläufige Betriebserlaubnis zu erhalten. Von Mai bis zum Ende der Sommerferien soll dann der erste Bauabschnitt folgen. Das Dach wird gedämmt, der rund 15 Jahre alte verschlissene Hallenboden erneuert und die Glasbausteine im Obergeschoss sollen einem schmaleren Lichtband aus Fenstern weichen. Die lassen weniger Wärme nach draußen.

Auch durch neue Decken-Heizstrahler soll es in der Halle künftig wärmer werden - bei geringerem Energieverbrauch. Zuletzt froren Zuschauer und Athleten beim Springermeeting am Freitag - Beleg dafür, dass die Heizanlage dringend erneuerungsbedürftig ist. "Zur neuen Technik wird auch eine Lüftungsanlage gehören", erklärt Sprenger. Weitere Änderung: Die Zuschauerplätze hinter dem Tor verschwinden auf Hallenebene, denn die Sicherheitsvorschriften schreiben dort einen Prallschutz für die Sportler vor. Der dahinter entstehende Raum soll für eine kleine Caféteria genutzt werden.

Sprenger hofft darauf, dass teilweise Geld aus dem Konjunkturpaket II verwendet werden darf. Fest steht, dass im kommenden Jahr dann das Untergeschoss der Halle mit Duschen und Umleiden völlig neu gestaltet wird. "Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß, dass man aus der Kabine zum Duschen über den großen Gang muss", sagt Sprenger. Selbst Weltklassesportler wie einst Heikel Henkel blieben davon in Heckinghausen nicht verschont, wie sich Sportamtsleiter Peter Keller schmunzelnd erinnert.

Monatgs bis freitags nimmt der Schulsport die Halle von morgens bis teilweise gegen 17 Uhr in Beschlag. Für das Ganztagsgymnasium Johannes Rau (Siegesstraße), das Gymnasium Sedanstraße, die Hauptschule Emilienstraße und die Grundschule Berg-Merk-Straße ist die Halle zentrale Sportstätte.

Hauptnutzer ist der Barmer TV mit seinen 2000 Mitglieder. Schwerpunkt ist der Breitensport von Aerobic über Judo bis Prellball und Tanzen, doch auch leichtathletik und Basketball wird dort betrieben. Dazu spielen und Trainieren die Handballer von LTV und ASV zum Teil in der Halle.

"Gut dass endlich etwas gemacht wird", freut sich der BTV-Vorsitzende Wolfgang Killing. Er hofft, dass die Umbauten so zügig wie geplant über die Bühne gehen, um die Einschränkungen für den Sport- und Übungsbetrieb möglichst gering zu halten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer