Einst kickte GW Blombacherbach direkt am Fluss – und genoss den Heimvorteil. Derzeit wird der Wupperabschnitt renaturiert.

Laaken
Ernst Wortmann (hinten, 2. v. l.) spielte mit seiner Jugendmannschaft in den 1960er Jahren im Wupperstadion (links).

Ernst Wortmann (hinten, 2. v. l.) spielte mit seiner Jugendmannschaft in den 1960er Jahren im Wupperstadion (links).

Ernst Wortmann (hinten, 2. v. l.) spielte mit seiner Jugendmannschaft in den 1960er Jahren im Wupperstadion (links).

Sammlung Dieter Szewczyk/privat, Bild 1 von 2

Ernst Wortmann (hinten, 2. v. l.) spielte mit seiner Jugendmannschaft in den 1960er Jahren im Wupperstadion (links).

Laaken. 1:0 in der 90. Minute für GW Blombacherbach. Der Gegner drängt auf den Ausgleich, doch die Gastgeber im Wupperstadion in Laaken haben ihr eigenes Rezept, Zeit zu schinden. „Da wurde der Ball einfach mal in die Wupper gedroschen“, erinnert sich Ernst Wortmann mit einem Schmunzeln. In den 1960er-Jahren kickte der heute 67-Jährige in der Jugend für GW.

Auch sonst hatte der einstige Sportplatz, der in der Nähe der Beyenburger Straße direkt neben dem Fluss lag, seine Besonderheiten. „Er war auch noch oft überflutet“, weiß Wortmann aus eigener Erfahrung. Die Blombacherbach-Fußballer genossen allerdings ihren „besonderen“ Platz. „Mit dem Heimvorteil haben wir mindestens eine Klasse ausgeglichen“, sagt Wortmann.

Mit Stangen wurde den Bällen im Wasser hinterhergejagt

Doch nicht immer sei der Ball mit Absicht in die Wupper geflogen, manchmal ließ es sich eben gar nicht verhindern. „Mit langen Stangen, an deren Spitze ein Korb gebunden war, wurde dann versucht, den Ball wieder einzufangen.“ Die heimischen Zuschauer gingen dabei natürlich wesentlich motivierter zu Werke, wenn es für GW Blombacherbach schnell gehen musste. Ein Vergnügen, mit dem Ball nach dem Wasserbad zu spielen, war es übrigens nicht. „Der hat sich ja richtig voll Wasser gesogen. Kopfbälle hat man dann besser gelassen“, erinnert sich Wortmann. Und Ersatzbälle gab es nur selten.

Doch Fußball in Laaken ist längst Geschichte. Ende der 1960er Jahre wurde der Platz aufgegeben. Spuren der Sportstätte gibt es nicht mehr. Bei Recherchen zum Thema stieß Dieter Szewczyk vom Bürgerverein Laaken auf ein altes Foto des Wupperstadions. Kürzlich war der Wupperverband mit Baggern dort aktiv, um den Wupperabschnitt in Höhe des Mahnmals Kemna zu renaturieren.

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