Längere Wege werden jedoch in Kauf genommen.

berliner Platz
Die Großbaustelle am Busbahnhof Oberbarmen steht. Die meisten Wuppertaler haben Verständnis für längere Wege.

Die Großbaustelle am Busbahnhof Oberbarmen steht. Die meisten Wuppertaler haben Verständnis für längere Wege.

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Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Die Großbaustelle am Busbahnhof Oberbarmen steht. Die meisten Wuppertaler haben Verständnis für längere Wege.

Oberbarmen. Am Busbahnhof Oberbarmen prägen Bagger und Kräne das Bild. Die Haltestellen der meisten Buslinien sind nun auf dem Rittershauser Platz hinter der Wagenhalle, die bis Ende Oktober abgerissen und ersetzt werden soll. Am WZ–Mobil konnten die Wuppertaler ihre Meinung zur Baustellen-Situation äußern.

„Wenn es notwendig ist, kann man da nichts ändern“, sagt Michael Pukalla verständnisvoll. „Aber meine Oma kann nicht mehr zum Markt auf dem Berliner Platz, weil die Entfernung zum anderen Busbahnhof so weit ist.“ Durch die Baustelle hat auch Yayla Perizade schon häufig ihren Zug verpasst. „Wenn man aus der Schwebebahn steigt, kann man ja nur noch den Ausgang am Berliner Platz nehmen und muss dann einmal um die komplette Umzäunung herum, um zu den Zügen zu kommen“, ärgert sie sich. Auch die unterschiedlichen Haltestellen für einige Buslinien sorgen für Unmut. „Leider konnten wir aus logistischen Gründen nicht alle Busse über den Rittershauser Platz schicken“, erklärt Tim Endres von WSW-Mobil.

Einige sind orientierungslos, ihnen fehlen die Informationen

„So geht es schnell zum Busbahnhof“ steht auf einem Plakat der WSW am Ausgang des Oberbarmer Bahnhofs. Auf der Karte wird der Weg erklärt, doch nicht alle Wuppertaler sind zufrieden. „Man wurde nicht gut informiert und musste sich erst mal selbst zurechtfinden“, sagt Stefanie Vallbracht. Den längeren Fußweg nimmt sie in Kauf, auch wenn sie Anschlussbusse verpasst. „Generell sind die Informationen aber recht spärlich“, sagt sie.

Orientierungslos ist auch Ingrid Cairo, die nach Köln muss. „Ich fahre so selten mit dem Bus und bin irritiert. Ich weiß gar nicht, wo ich einsteigen muss.“ Felicia Shin stört vor allem der Zeitverlust: „Es ist ein Problem, weil man viel laufen muss.“ Nur mit viel Glück verpasse sie ihre Bahn nicht.

Mehr Zeit hat Michael Wenning. Der Düsseldorfer muss nach der Busfahrt immer zehn Minuten auf seine S-Bahn warten. „Sonst war es natürlich bequemer, aber es ist nicht so schlimm.“ Ihn stört eher die Infrastruktur der Ersatzhaltestelle: „Ein paar Meter länger zu laufen, ist kein Problem, aber die Überdachungen fehlen bei Regen.“ Gegen den Abriss der Wagenhalle hat er nichts. „Ich bin Maler von Beruf, wenn ich mir das hier ansehe, sieht man, dass etwas getan werden muss.“

„Ich verstehe nicht, warum die vor-übergehenden Bushaltestellen an verschiedenen, teilweise auch ungünstigen Stellen platziert wurden.“
Anita Glauner

„Dass es keine Unterstellmöglichkeiten gibt, finde ich nicht gut. Viele Busse stehen zwar schon da, aber die Fahrer haben auch ihre Ruhezeiten.“
Dieter Jockel

Matthias Spieß versteht, dass eine Baustelle Umstände mit sich bringt. „Aber warum an der Berliner Straße eine Fußgängerampel weggefallen ist, das verstehe ich nicht. Zumal an der Stelle viele Schüler die Straße überqueren müssen.“

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