Wo früher Näherinnen gearbeitet haben, entstehen jetzt Proberäume. Die Königsberger Höfe werden schon entkernt.

In den Königsberger Höfen will Andreas Herr die Studios realisieren.
In den Königsberger Höfen will Andreas Herr die Studios realisieren.

In den Königsberger Höfen will Andreas Herr die Studios realisieren.

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In den Königsberger Höfen will Andreas Herr die Studios realisieren.

Wichlinghausen. Die Heyday-Studios rücken in greifbare Nähe: „Seit vier Wochen wird entkernt“, jubelt Andreas Herr. In einer großen ehemaligen Industriehalle am Rande der Königsberger Höfe in Wichlinghausen will er zwei Tonstudios und sechs Proberäume schaffen. Nach umfangreichen Verfahren ist die Baugenehmigung da, und auch die Finanzierung steht. „Ich habe bei der Bank alleine 210 Seiten Exposé und Gutachten eingereicht“, sagt Herr.

Für die sechs Proberäume gibt es schon eine Warteliste

Derzeit holt er gerade Angebote der verschiedenen Gewerke ein. Zuerst müssen die Handwerker die Halle in zwei Teile teilen; die hintere Hälfte möchte Andreas Herr mit Hilfe der Firmengruppe Küpper als Lagerhalle vermieten – „vorerst“, wie er betont. Er hofft, später auch den zweiten Teil umzubauen. Vorn schafft er für sich selbst einen schönen Aufnahme- und Regieraum. „Ich möchte endlich an einem Platz mit Tageslicht arbeiten.“

Für das zweite Tonstudio hat er bereits einen Mieter. Für die sechs Proberäume besteht sogar schon eine Warteliste. Jeder Proberaum erhält einen kleinen Vorraum, um Instrumentenkoffer und Garderobe abzulegen. Im Eingangsbereich soll ein schöner Aufenthaltsraum entstehen. „Dort werde ich neben Kaffee- und Snackautomaten auch einen Automaten für Gitarrenseiten und Zubehör aufstellen“, erzählt Andreas Herr.

Behindertengerechte Sanitärräume mit Dusche vervollständigen das Angebot. Von der Idee, alles mit Fußbodenheizung auszustatten, ist der 43-Jährige inzwischen abgekommen: „Die Bands kommen abends rein und drehen erst einmal die Heizung auf – die brauchen einen Heizkörper, der schnell reagiert.“ 

Ein kompliziertes Wabensystem soll Echos vermeiden

Im Juli, so hofft Andreas Herr, sollen alle einziehen: „Der Zeitplan ist sehr sportlich.“ Rund 650 000 Euro plant er für den gesamten Umbau, davon 180 000 Euro für den Trockenbau. Damit sich die Bands nicht gegenseitig stören, hat der Tontechniker ein kompliziertes System von frei stehenden Waben geplant, bei denen keine parallelen Wände unerwünschtes Echo erzeugen.

Neben der ganzen Planung hält Andreas Herr derzeit auch sein Tonstudio in Atem, das derzeit noch an der Mohrenstraße residiert. „Im Moment rennen mir die Leute die Bude ein.“ Zudem wurde vor drei Monaten seine Tochter Pauline geboren. Doch trotz der vielen Aufgaben arbeitet der Tontechniker voller Enthusiasmus an der Detailplanung der neuen Tonstudios.

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