Inge Kuhlmann setzt sich für ein Ehrenmal am Bracken ein.

Inge Kuhlmann hat die Gebeine ihres Vaters heimgeholt.
Inge Kuhlmann hat die Gebeine ihres Vaters heimgeholt.

Inge Kuhlmann hat die Gebeine ihres Vaters heimgeholt.

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Inge Kuhlmann hat die Gebeine ihres Vaters heimgeholt.

Nächstebreck. Ende vergangenen Jahres hat Inge Kuhlmann ihren Vater beerdigt. 60 Jahre nach dessen Tod im Zweiten Weltkrieg (die WZ berichtete). Das Thema ließ sie seitdem nicht mehr los. Bei ihrer Arbeit im Gemeindebüro stieß Inge Kuhlmann auf drei handschriftlich verfasste Bücher des damaligen Pfarrers Dannert. "Er hatte fein säuberlich alle 111 Gefallenen aus Nächstebreck aufgelistet. Auch die Briefe, die damals an die Angehörigen gingen, waren dort notiert", sagt Inge Kuhlmann.

Es war der erste Satz dieses Buchs - "Seele, vergiss sie nicht. Seele, vergiss die Toten nicht" - der in ihr eine Idee reifen ließ. Sie selbst hat am Grab auf dem Friedhof Bracken einen Ort, an dem sie um ihren Vater trauern kann. "Andere haben das nicht", sagt sie. Denn auf dem Friedhof gibt es zwar ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten nicht aber des Zweiten Weltkriegs.

Für die Errichtung eines solchen setzt sich Inge Kuhlmann nun ein. "Alle, die ich gefragt habe, haben mir zugeredet und Unterstützung zugesagt", freut sie sich. Erste Spenden hat sie bereits gesammelt und auf ein Konto eingezahlt, das der Bürgerverein Nächstebreck für diesen Zweck eröffnet hat. "Ohne die Unterstützung des Vereins wäre diese Aktion gar nicht möglich." Die Stadt hat inzwischen ebenso ihre Genehmigung gegeben, wie der Friedhofsverband und der VDK, der die Pflege der Ehrenmäler finanziert. Bis zum Volkstrauertag möchte Inge Kuhlmann ihr Ziel erreicht haben. Wer sich für ihre Arbeit interessiert und helfen möchte, erreicht sie telefonisch unter 664072.

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