Die Stadt fand seit mehr als drei Jahren keinen Pächter.

Die Stadt fand seit mehr als drei Jahren keinen Pächter.
Auf der Anlage im Murmelbachtal fliegen schon länger keine Bälle mehr. Archiv

Auf der Anlage im Murmelbachtal fliegen schon länger keine Bälle mehr. Archiv

Andreas Fischer

Auf der Anlage im Murmelbachtal fliegen schon länger keine Bälle mehr. Archiv

Heckinghausen. Es ist mehr als drei Jahre her, seit die letzten Minigolfbälle im Murmelbachtal versenkt wurden. Inzwischen ist die Anlage zu einer Schmuddelecke verkommen. Jetzt hat die Stadt die Reißleine gezogen und der Bezirksvertretung Heckinghausen empfohlen, die Anlage aufzugeben. Das Gremium ist in seiner jüngsten Sitzung diesem Vorschlag gefolgt. „Die Anlage wurde ja wirklich seit langem nicht mehr genutzt“, begründet Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann die Entscheidung.

Anlage darf nicht mehr ohne Toiletten betrieben werden

Laut Stadt gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Interessenten für die Anlage, doch ein Vertrag kam nie zustande. Das Problem ist die fehlende Infrastruktur. Als die Anlage in den 70er Jahren errichtet wurde, dachte man zwar an eine Stromversorgung für das Kassenhäuschen und die Bahnbeleuchtung, allerdings gibt es keinen Anschluss ans Kanalnetz. Die Wasserversorgung wurde in den vergangenen Jahren über einen Kanister geregelt – eine Toilette nicht angeboten. Das geht so aber nicht mehr. „Ein Betreiben der Fläche mit Kanistern und ohne Toilettenanlage ist nach Rückfrage bei der zuständigen Gesundheitsbehörde aus hygienischen Gründen nicht mehr möglich“, so Annette Berendes vom zuständigen Grünflächenamt. Einen nachträglichen Anschluss der Anlage – für geschätzte 50 000 Euro – konnte sich die Stadt nicht vorstellen, zumal die Frage nach einem neuen dauerhaften Pächter ungewiss war.

Die Situation schreckte mögliche Nachfolger der letzten Pächterin, die aus wirtschaftlichen Gründen die Segel strich, ab. Die Sanierung der Bahnen wäre noch hinzugekommen. „Auch war allen Interessenten das unternehmerische Risiko zu groß“, heißt es in der Begründung der Stadt.

Nun wird die Anlage komplett zurückgebaut. An ihrer Stelle soll es einen ansprechenden neuen Eingangsbereich ins Murmelbachtal geben. Die Stadt will die vorhandenen Sträucher roden und ein paar Bäume fällen, so dass sich dadurch auch die Option einer Erweiterung des nahen Spielplatzes ergibt.

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