Die Feuerwehr hat sich längst von den beiden Ex-Kameraden getrennt.

Beyenburg. Ab Donnerstag müssen sich zwei ehemalige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Beyenburg wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht verantworten. Laut Staatsanwaltschaft haben die beiden 20 und 32 Jahre alten Männer zwischen August 2006 und September 2007 mehrfach Feuer gelegt und dann bei den Löscharbeiten geholfen.

Die Anklage listet eine Holzhütte auf dem Gelände des alten Beyenburger Bahnhofs, zwei Autos und einen Bagger auf. Verletzt wurde bei den Bränden niemand. Der Schaden soll sich allerdings auf 30.000 Euro belaufen.

Die Feuerwehr zog im November 2007 die Konsequenzen aus der Brandserie und schloss die beiden Tatverdächtigen aus. Wie berichtet, war der ältere der Angeklagten vor Jahren schon einmal in den Verdacht geraten, ein Brandstifter zu sein. Damals war er für die Freiwillige Feuerwehr Uellendahl im Einsatz. Von allen damaligen Vorwürfen wurde der Familienvater frei gesprochen. Er zog nach Beyenburg um, wo er Mitglied der örtlichen Wehr wurde und bis zum Unterbrandmeister aufstieg. Die Retter-Karriere ist aus Sicht der Berufsfeuerwehr definitiv vorbei.

Wie berichtet, war zur Tatzeit feuerwehrintern längst aufgefallen, dass sich die Einsätze in Beyenburg häuften. Mit der Festnahme der beiden Ex-Retter war die unheimliche Brandserie zu Ende.

Gegenüber der Kripo soll einer der Angeklagten die Taten gestanden haben. Sein angebliches Motiv: Man wollte mehr zu tun haben, endlich mal richtig löschen. Der Klassiker, wenn Feuerwehrleute selbst Brände legen. Für den Prozess sind derzeit zwei Verhandlungstage geplant.

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