Im vierten Bauabschnitt wird im Nordpark eine neue Aussichtsplattform errichtet. Für öffentliche WCs fehlt der Stadt aber das Geld.

Seit mehreren Jahren saniert Marcel Thomas aufwändig die Gastronomie. Eröffnet werden soll voraussichtlich erst 2017 – weil sich die Arbeiten durch Thomas’ zweites Projekt, das Museumscafé, erneut verzögert haben.
Seit mehreren Jahren saniert Marcel Thomas aufwändig die Gastronomie. Eröffnet werden soll voraussichtlich erst 2017 – weil sich die Arbeiten durch Thomas’ zweites Projekt, das Museumscafé, erneut verzögert haben.

Seit mehreren Jahren saniert Marcel Thomas aufwändig die Gastronomie. Eröffnet werden soll voraussichtlich erst 2017 – weil sich die Arbeiten durch Thomas’ zweites Projekt, das Museumscafé, erneut verzögert haben.

Die Umgestaltung des Nordparks sieht vor allem viele neue schöne Aussichtsplätze vor – wie hier neben den Turmterrassen.

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Seit mehreren Jahren saniert Marcel Thomas aufwändig die Gastronomie. Eröffnet werden soll voraussichtlich erst 2017 – weil sich die Arbeiten durch Thomas’ zweites Projekt, das Museumscafé, erneut verzögert haben.

Wichlinghausen. Auf dem Gelände neben den Turmterrassen tut sich einiges: Die Stadt hat mit den Vorarbeiten begonnen: Bis zum Sommer 2017 soll dort ein öffentlicher Biergarten mit Aussichtsplattform entstehen – nach bayerischem Vorbild. Sprich, die Nordpark-Besucher können sich ihre Brotzeit mitbringen, wer ein zünftiges Bier dazu möchte, wird in der benachbarten Gastronomie fündig.

„Das ist ein Teil des vierten Bauabschnitts im Nordpark“, erklärt Franz Josef Franken, Landschaftarchitekt der Stadt Wuppertal. Kein Bestandteil der Planungen sind aber weiterhin öffentliche Toiletten für den Nordpark, wie die Verwaltung einräumt. „Dafür haben wir kein Geld“, heißt es von verschiedenen Stellen. Mehr als die gut ein Dutzend öffentlichen Anlagen in der Stadt seiuen deshalb nicht möglich. Toiletten wird es trotzdem auch im Nordpark geben – allerdings nur in der Gastronomie der Turmterrassen, die ebenfalls 2017 öffnen soll. „Und die sind für die Gäste“, betont Betreiber Marcel Thomas.

Gespräche zwischen Stadt und Turmterrassen-Betreiber laufen

Diskussionen um öffentliche Bedürfnisanstalten in der städtischen Parkanlage gibt es seit Jahren. Thomas hatte stets erklärt, Toiletten für die Stadt auf eigene Kosten „mitzubauen“, mit separatem Eingang. „Wenn ich eh schon dran bin“, sei das kein Thema. Den Unterhalt sollte dann aber die Stadt übernehmen. Doch wie Sprecherin Martina Eckermann erklärt, sei diese Variante endgültig vom Tisch, aufgrund der fortlaufenden Kosten. Sie verweist wieder auf die Turmterrassen. Thomas könnte die Toiletten zur Nutzung anbieten und ein Entgelt der Nutzer verlanden. Zum Beispiel ein Schälchen aufstellen, wie das in verschiedenen Gastrobetrieben ja Gang und Gebe sei.

Ein Vorschlag, den Thomas kategorisch ablehnt. Es könne nicht das Ziel sein, das alle Nordpark-Besucher in den Turmterrassen aufs Klo gehen. Die Stadt müsse schon selbst für eine Anlage sorgen – oder eben den Unterhalt übernehmen. „Darüber muss man sprechen.“ Und schließlich sei er nicht Betreiber des Biergartens. „Wir haben ja selbst Terassenflächen, die wir bewirtschaften.“ Die Aussichtsplattform sei schon ein städtisches Projekt.

„Der Druck wächst, dass es hier endlich Toiletten gibt“, sagt Peter Ehm vom Nordstädter Bürgerverein. Die Anlage werde immer attraktiver, die neuen Spielplätze locken immer mehr Besucher – und die gingen dann für ihr dringendes Bedürfnis oft ins Grüne, wie Ehm und Thomas beobachtet haben. Ehm kennt als ehemaliger Leiter des Ressorts Grünflächen natürlich auch die Nöte der Stadt. „Aber wir sehen hier einfach die Notwendigkeit für Toiletten“, sagt er in seiner Position als als Vereinsvorsitzender. Natürlich habe es auch schon die Anfrage an ihn gegeben, für den Unterhalt der Toiletten zu sorgen. „Das kann und darf aber nicht Aufgabe eines Bürgervereins sein. Sollen wir die Kosten etwa auf die Mitglieder umlegen?“ Er hofft, dass es doch noch eine Lösung geben wird.

Zeit bleibt auf jeden Fall noch. Thomas räumt ein, dass er mit der Sanierung der Turmterrassen gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan deutlich zurückhängt. Sein anderes großes Projekt – die Sanierung des Cafés im Von der Heydt-Museum – habe sich doch deutlich aufwändiger herausgestellt als ursprünglich gedacht. Eine Öffnung der Gastronomie noch 2016, wie vor einigen Monaten noch angedacht, ist deshalb kein Thema mehr.

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