Am Donnerstag ziehen die Gläubigen durch den Stadtteil.

Die Prozession in Beyenburg hat eine lange Tradition.
Die Prozession in Beyenburg hat eine lange Tradition.

Die Prozession in Beyenburg hat eine lange Tradition.

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Die Prozession in Beyenburg hat eine lange Tradition.

Beyenburg. Es ist wieder soweit: Beyenburg legt sein Festkleid an. Zur Himmelfahrt mit Sakramentenprozession am 21. Mai wird der Ort von Bürgern, denen die Tradition am Herzen liegt, mit Birkengrün und tausenden gelb-weißen Kirchenwimpeln und Fahnen geschmückt. Es ist ein Brauch mit Tradition: Die Prozession ist erstmals im Jahre 1447 erwähnt - eine Beschwerde führte dazu. Damals gab es zwei Kirchen in Beyenburg, die der Pfarrei und die der Kreuzherren. Beide feierten auch am selben Tag, zur Himmelfahrt, Kirchweih. Die Prozessionen werden sich begegnet sein. Es gab Streit, der erst Jahre später beigelegt wurde. Heute ist die Himmelfahrt in Beyenburg ein friedliches Fest, der tausende Gläubige in den Stadtteil lockt.

So läuft das Fest an Christi Himmelfahrt ab: Nach der Messe in der Kirche St. Maria Magdalena (9 Uhr) zieht die Prozession um 10 Uhr hinauf zum Siegelberg und zum Steinhauser Berg. An drei von Anwohnern geschmückten Altären wird der Segen erteilt. Aus Blumen und gefärbtem Sägemehl werden am Steinhauser Friedhof und vor der Kirche christliche Motive gelegt.

Die Vereine, wie die Schützenbruderschaft St. Annae et Catharinae, die katholischen Frauen oder die Kolpingfamilie Beyenburgs nehmen mit Fahnen an der Messe und der Prozession teil, die traditionell auch bei Kindern sehr beliebt ist. Neben Kommunionkindern und Blumenmädchen werden auch die älteren Messdienerinnen mitziehen und den Schrein der Heiligen Odilia tragen. Eine Reliquie der Heiligen ist in der Kapelle der Klosterkirche bewahrt.
Bereits heute wird wieder vom Glockenturm "gebeiert".

Zu hören ist die Prozession nicht nur durch die Gesänge der Gläubigen, auch vom Glockenturm der Kirche gehen Signale aus: Schon heute wird "gebeiert". Nach altem Brauch klettern zwei Jugendliche in den Glockenturm und schlagen den Rand der s Glocke mit einem Klöppel. Die Töne vom Turm sind ungewöhnlich, aber den Beyenburgern sehr vertraut. Nach der Prozession und dem Schlusssegen in der Kirche zieht es die Teilnehmer ins Klostercafé und nach Unterbeyenburg - zur Kirmes.

Die Stadtwerke bieten am Donnerstag wegen Prozession und Kirmes einen Zusatzbus der Linie 626 zwischen Oberbarmen und Beyenburg Mitte an, Er fährt von 10.15 bis 16.15 Uhr eine Minute vor dem regulären Bus.

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